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Mr. & Mrs. Smith (2005)

Eine Kritik von Der Sittenstrolch (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 01.08.2005, seitdem 945 Mal gelesen


Mr. und Mrs. Smith handelt von dem Ehepaar Smith (Brad Pitt und Angelina Jolie), das für gegnerische Seiten Auftragsmorde verübt und nichts vom gegenseitigen Doppelleben weiß. Die beiden führen eine extrem langweilige Ehe, bis sie eines Tages auf dasselbe Opfer angesetzt werden und sich so gezwungenermaßen in die Quere kommen.

Der Trailer gibt schon ziemlich gut wieder, was einen im Film erwartet: Zwei perfekt ausgebildete Topkiller, die sich gegenseitig versuchen, auszutricksen und dabei immer einen lockeren Spruch auf der Lippe haben. Dabei ist der Film in drei Teile gespalten: Zunächst das langweilige Familienleben, bei dem beide mit ihren Lügengeschichten aneinander vorbeireden und ab und zu einen Auftrag ausführen. Im zweiten Teil bekämpfen sie sich in der Art Rosenkrieg verbal und nonverbal bis aufs Blut (und das meist beides zugleich). Zum Schluß arbeiten sie dann wieder zusammen, beichten sich nach und nach ihre ganzen Lügen und heucheln Empörung.

Mr. und Mrs. Smith ist wohl als coole Actionkomödie gedacht, kann die im Vorfeld geweckten Erwartungen aber leider nicht erfüllen. Die Geschichte ist zu Hollywood-mäßig heruntergeleiert und strotzt vor sehr auffälligen Logikfehlern. Die "coolen" Sprüche sind weder witzig, noch cool und selbst die Action ist eher solide umgesetzt. Dabei wirkt der Film sehr steril und die Charaktere leblos. Brad Pitt und Angelina Jolie wurde nach den Dreharbeiten eine Affaire nachgesagt. Nach diesem Film kann ich die Gerüchte nicht glauben, denn der Funke zwischen den beiden wollte einfach nicht überspringen. Das liegt nicht nur an den bereits erwähnten Mängeln, sondern auch noch an der entsetzlichen schauspielerischen Leistung von Angelina Jolie.

Am übelsten ist mir jedoch die ständig laufende Hintergrundmusik aufgestoßen. Diese versuchte vergeblich, die Stimmungen im Laufe des Films unterstützend zu untermalen und wirkte eher fehlplaziert und einschläfernd. Selten einen so schlechten Soundtrack gehört.

Ein paar positive Dinge gab es immerhin auch noch: Die Explosion des Hauses der Smiths und eine Verfolgungsjagd auf dem Highway sind gut in Szene gesetzt. Vince Vaughn weiß in seiner Nebenrolle als Kollege und Freund von Mr. Smith zu gefallen. Und ca. drei Witze zünden sogar.

Fazit: Ein einfach nicht guter Film, der mit 120 Minuten auch noch viel zu lang ist.


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