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Mr. & Mrs. Smith (2005)
Eine Kritik von art (Bewertung des Films: 1/10) eingetragen am 04.12.2005, seitdem 3179 Mal gelesen
Diesen Film kann man allerhöchstens als aberwitzig bezeichnen. Und zwar aberwitzig, was einem die Traumfabrik Hollywood für einen absurden Schrott verkaufen will: Ein Mann und eine Frau lernen sich kennen, heiraten und leben zusammen. In der gesamten Zeit ihrer Ehe reden sie nie miteinander (Sollen wir glauben, dass die nur gebumst haben? Sieht man das im Film? Nein!).
Jedenfalls weiß deshalb der eine nicht was der andere tut, obwohl beide dasselbe tun, nämlich Leute umbringen. Hurra.
Und weil dem Drehbuchschreiber nichts anderes eingefallen ist, sollen sie sich plötzlich gegenseitig umbringen. Da denkt man die würden doch vielleicht darüber nachdenken – aber nein - ohne die Spur eines Gewissenskonflikts stürzen sie sich enthusiastisch in das Abenteuer. War die Ehe etwa schlecht? Es gab keinen Hinweis darauf.
So viel zur „Story“. Bei der noch nicht ein Mal die spätere Wendung überraschend daherkommt. Aber wahrscheinlich hat da ohnehin niemand mehr erwartet.
Denn diesen Film guckt man sich ohnehin nur an, um Brad Pitt und Angelina Jolie zu sehen. Und das ist auch OK, denn die beide zählen eindeutig zu den attraktivsten Darstellern überhaupt. Prinzipiell haben sie sogar Talent: Brad Pitt hat „Rendezvous mit Joe Black“, „Fight Club“ und „Troja“ gemacht, Angelina Jolie „Alexander“. Aber in diesem Film spielen beide überhaupt nicht gut.
Dabei hätte man doch gerade das erwarten können, schließlich hat es bei den Dreharbeiten zwischen ihnen geknallt – aber das war scheinbar nur privat, denn in diesem Schundwerk spielen die beiden überhaupt keine Beziehung. Keine Nähe, keine Gefühle und auch überhaupt keine Vertrautheit.
Manchmal merkt man zwar bei Brad Pitt, dass er über die Beziehung nachdenkt, aber Angelina Jolie spielt leider genauso tumb wie in „Tomb Raider“ in jeder Szene die Maske der ewig gleich lächelnden Sexgöttin.
Das sieht auf Fotos sehr geil aus, ist aber nach 10 Minuten ziemlich langweilig. Und weil das Spiel der beiden den Zuschauer überhaupt nicht berührt kommt auch keine Spannung auf, bei der man mitfiebert oder mitleidet.
Tatsächlich spielen die beiden so schlecht, dass auch ein Wechsel auf computeranimierte Charaktere den Film kaum noch abschwächen könnte (und wahrscheinlich sogar stark verbilligt hätte, weil viel mehr kaputt gemacht werden könnte – und keine Gagen gezahlt werden müssten).
Jedenfalls ist der Film in erster Linie langweilig und in zweiter Linie absurd. Die einzige Botschaft, die man aus diesem Machwerk mitnehmen kann, ist, dass man sich keine Filme mit Brad Pitt ansehen sollte, die er mit einem Superstar spielt. Nach dem „the Mexican“-Desaster mit Julia Roberts hat er erneut einen Film mit (der zugegebenermaßen deutlich weniger talentierten) Angelina Jolie komplett versemmelt.
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