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Brokeback Mountain (2005)
Eine Kritik von ozon (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 27.10.2006, seitdem 346 Mal gelesen
So, endlich habe ich diesen Film auch mal gesehen.
Mit "Brokeback Mountain" ist Ang Lee sicherlich ein bemerkenswerter Film gelungen, der vor allem mit seinen hervorragenden Darstellern zu überzeugen weiß. Jake Gyllenhaal und vor allem Heath Ledger können voll überzeugen und verleihen dem Film das Prädikat "besonders wertvoll". Besonders die Tatsache, dass die Hauptdarsteller das Gegenteil von "tuntig" sind, und die diese Tatsache belegenden herrlich in Szene gesetzten gelegentlichen Gewaltausbrüche haben mich beeindruckt (Als Heath Ledger diese beiden Rockertypen fertig macht und im Hintergrund ein Feuerwerk abbrennt, erinnert mich diese Szene für einen Augenblick an Scorseses "Cape Fear"). Das Thema einer verbotenen Liebe und der seelische Untergang der Beteiligten ist sehr originell in Szene gesetzt. Die Nebendarsteller sind auch
top-besetzt, die Sexszenen zwischen Heath Ledger und der herrausragenden Michelle Williams sind wie von Meisterhand inszeniert. Die vielfach zitierten Landschaftsaufnahmen haben mich irgendwie gar nicht beeindruckt, da bieten fast alle alten Western besseres. Im Gegenteil: Der Film fäng dramaturgisch eigendlich erst nach 40 Minuten an, nämlich als die Hauptdarsteller vom Brokeback hinabsteigen und in den Ort zurückkehren (evt. sage ich dies aber auch nur, weil man ab da endlich Frauen sieht, kleiner Scherz). Erst, als man kaum noch Landschaftsaufnahmen sieht und die Handlung im Ort stattfindet ist der Film gut.
Fazit:
Alles in allem hervorragendes Darstellerkino, nicht mehr und nicht weniger, gehypte Hysterie ist (mal wieder) fehl am Platz!
7/10
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