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History of Violence, A (2005)

Eine Kritik von Maichklang (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 04.11.2005, seitdem 587 Mal gelesen


David Cronenberg überrascht mit „History of violence“.Ein Film über Zusammenhalt in der Familie und Vergangenheitsbewätigung,der zum Nachdenken anregt.

Tom Stall führt mit seiner Frau und zwei Kindern ein glückliches Familiendasein als er in Notwehr zwei Gangster in seinem Laden erschießt.Schnell wird er zum Held in Presse und Fernsehen.Kurz darauf taucht der Gangster Fogarty auf,der ihn für „Joey“hält,einen eiskalten Killer,dem er seine schwere Gesichtsverletzung verdankt.In Toms Familie kommen ernsthafte Zweifel auf.Ist er wirklich der ehemalig eiskalte Killer ?

Geschickt baut Cronenberg auf Kontraste.Eine idyllische Kleinstadt,eine harmonische Familie bishin zum ganz normalen typisch amerikanischen Helden.Die Entwicklung danach verläuft alles andere als harmonisch.Wie eine gespaltene Persönlichkeit erleben wir den Hauptdarsteller,auf der einen Seite den fürsorglichen Familienvater,auf der anderen Seite rückt ihm seine Vergangenheit auf die Pelle und droht alles zu zerstören,wovon er sich zu befreien hoffte.Wie schnell gerät man doch in eine Spirale von Gewalt.Hatten wir als Zuschauer nicht ein befreiendes Gefühl von Genugtuung,als Toms Sohn den Fiesling,der ihn ewig provozierte die Visage poliert ?
Am Ende steht eine Familie,die noch ein ganzes Stück Arbeit vor sich hat,aber die letzte Einstellung lässt eine wage Form von Hoffnung zu.

Ein absoluter Höhepunkt des mit überzeugenden Darstellern besetzten Streifens ist die Sexszene auf der Treppe,selten hat das „Vorspiel“ psychologisch so überzeugt wie hier.
Aber auch die wenigen Actionszenen bestechen durch Kürze und Heftigkeit und sind dabei recht effektiv,wobei wir wieder bei den Kontrasten sind,denn für die Einführung der Charaktere lässt sich Cronenberg Zeit – manchmal etwas zuviel(wie bei dem Treffen von Tom und seinem Bruder)

Dennoch,der Film bietet mal nicht die üblichen Actionstrickmuster und überrascht mit psychologischer Tiefe,anstatt auf hirnlose Ballerei zu setzen.Das hebt ihn positiv aus der Menge hervor und bis auf einige Längen ist er wirklich sehenswert.
7 von 10 Punkten


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