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History of Violence, A (2005)

Eine Kritik von luckor02 (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 15.10.2006, seitdem 265 Mal gelesen


Cronenbergs Gewaltdrama zeigt die Abgründe der menschlichen Seele, die man zwar vor anderen Menschen verstecken kann, aber nie aus seinem Leben verbannen kann, da einen die Folgen von allem was man tut verfolgen und bis in den Wahnsinn treiben können.
Auch geht es um Privatsphäre, Friede und Ruhe, die man unmöglich Verteidigen kann, da einen die Medien dann zum Helden hochjubeln und eben diese damit zerstören, was zu Komplikationen mit Mitmenschen oder einer Konfrontation mit der eigenen Vergangenheit führen kann.

Cronenberg nutzt Gewalt und Action um den Zuschauer zu unterhalten und kombiniert es mit einer einfachen, verständlichen und guten Story, dabei achtet er darauf möglichst realitätsnah zu bleiben, was er bis auf in ein paar Fällen der Reaktionen seiner Characktere auch schafft. Das Ende des Filmes bietet zwar keine großen Überraschungen, aber es ist stimmig mit dem Rest des Filmes und bildet einen guten Abschluss.

Die Charaktere bieten fast keine überraschenden oder besonders auffälligen Eingenschaften, was sie wie normale Menschen wirken lässt, mit Ausnahme des Hauptcharakters, der während des Filmes einen Wandel erlebt, bevor er sich eingesteht das ihn seine Vergangenheit eingehohlt hat und er sie am ende ganz begraben kann. Das interessante an diesem Aspekt ist, dass sich nicht der unscheinbare Mensch als wandelbare sich anpassende Unterlage herausstellt sondern als Maske gegenüber der Außenwelt und sich selbst. Wenn diese Maske aber einen Riss bekommt, dann gerät das ganze Leben außer Kontrolle und man muss einen vollkommen neuen Weg finden mit dem alten und neuen fertig zu werden.

Die Musik des filmes ist unscheinbar und steht nicht zusammenhanglos zum rest des Filmes, was von guter Filmmusik zeugt.
Die teils recht langen Kameraeinstellungen sind ein Mittel der filmischen Darstellung, dass nicht bei allen Zuschauern anklang findet, an sich jedoch gut eingesetzt viele Vorteile bringt und in diesem film wurde es richtig verwendet.

Fazit: Ein Gewaltdrama das zum Überlegen anregen kann, aber auch als blosse Unterhaltung dienen kann.Wenn man von einigen wenigen Augenblicken absieht ist die gesamte Story sehr realitätsnah. Es handelt sich also um einen soliden, überzeugenden Film mit leichten Abstrichen.


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