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Gunmen (1988)

Eine Kritik von straight shooter (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 17.11.2003, seitdem 324 Mal gelesen


Kirk Wong liefert mit dem ersten Teil seiner Polizei-Trilogie einen spannenden Bloodshed-Kracher ab.

Vier Kameraden werden kurz vor Ende des Bürgerkrieges beinahe erschossen, als sie von einer versprengten feindlichen Einheit überrascht werden.
Danach trennen sich ihre Wege, Chun Bee kehrt in sein Dorf zu seiner Frau und seiner Tochter zurück. In Shanghai meldet er sich zur Polizei, wo er mit Härte und Konsequenz Jagd auf Verbrecher macht.
Als bei einem Einsatz sein Vorgesetzter getötet wird, erkennt Chun Bee den Führer des feindlichen Trupps, der ihn und seine Freunde beinahe erschossen hätte, wieder. Er ist inzwischen zum Gangsterboss aufgestiegen und steckt ganz groß im Opiumgeschäft.
Durch Zufall trifft Chun Bee dann seine Freunde, die sich mittlerweile als Tagelöhner und Riksha-Boys über Wasser halten. Als ihre Rikschas beschlagnahmt werden, akzeptieren sie Chun Bees Vorschlag, in den Polizeidienst einzutreten, werden jedoch kurz darauf vom neuen Polizeichef wieder gefeuert und wollen Shanghai verlassen. Bei ihrer Abreise bemerken sie, dass Chun Bee bei einer Verhaftung in Schwierigkeiten gerät und kommen ihm zuhilfe. Danach machen sie gemeinsam Jagd auf den Drogenboss, der mittlerweile nicht nur Chun Bee, sondern auch dessen Familie im Visier hat...

"Gunmen" ist solide Bloodshed-Kost der alten Schule. Zu den Motiven der Protagonisten zählen Loyalität, Freundschaft, Ehre und Gerechtigkeit. Die Geschichte bietet im Kern zwar nichts Neues, der Zuschauer kann allerdings durch rasante Inszenierung und überraschende Wendungen bei der Stange gehalten werden. Tatsächlich bietet der Film neben konsequenter Spannung auch reichlich Action, die über den ganzen Film verteilt ist. Neben Ballereien mit der Zeit entsprechendem Schießgerät (alte Revolver, Schrotflinten, Karabiner) kommt auch allerlei Hieb- und Stichwerkzeug zum Einsatz. In der Tat ist der Gewaltanteil, auch mehrfach gegen Frauen, nicht niedrig, gegen Ende bekommt man auch mal Zeitlupeneinschüsse zu Gesicht. Mehrere Massenschlachten erinnern an den Showdown von ABT II, dessen Produktion zeitlich nicht allzu weit von "Gunmen" entfernt ist.
Die dreckigen Hinterhöfe und engen Gassen des Großstadtdschungels Shanghai tragen stark zur düsteren anarchischen Atmosphäre bei. Bedenklich bleibt der Film höchstens, falls man das Treiben Chun Bees und seiner Kriegskameraden als Selbstjustiz bezeichnet, da sie offiziell nicht Recht und Ordnung repräsentieren.
Auch die musikalische Untermalung kann als passend bezeichnet werden, so dass Bloodshed-Fans mit diesem Machwerk voll auf ihre Kosten kommen dürften.


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