Ansicht eines Reviews

Seltsame Geschichte von Dr. Jekyll und Mr. Hyde, Die (1968)

Eine Kritik von buxtebrawler (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 19.03.2010, seitdem 136 Mal gelesen


Von Dan Curtis produzierte, kanadisch/US-amerikanische TV-Adaption des klassischen Gruselstoffs aus dem Jahre 1968, mit Jack Palance (ebenfalls zu sehen in Dan Curtis’ „Dracula“) als Hauptdarsteller, der hier sowohl die Rolle des Dr. Jekyll als auch die des Mr. Hyde mimt. Regie führte Charles Jarrott. Die Optik des Films bewegt sich leider auf unterem TV-Niveau und wirkt eher wie ein abgefilmtes Theaterstück, die absolut unprofessionelle deutsche Synchronisation, die stellenweise so asynchron ausfiel, dass sie diese Bezeichnung eigentlich gar nicht verdient und zudem deutlichen Lautstärke-Schwankungen unterliegt, verstärkt den amateurhaften Eindruck. Man ging keinerlei Risiko ein, so dass kaum ein Mord zu sehen ist und sich Schlüpfriges ebenso wenig findet. Handwerklich also eher auf unterem Niveau anzusiedeln und dazu noch sehr gefällig. Warum gefiel mir dieser Film trotzdem? Das liegt zum einen sicher daran, dass ich noch nicht allzu viele Verfilmung dieser Schauermär gesehen habe, schon gar keine anscheinend so werkgetreue wie diese, und insofern noch nicht „übersättigt“ bin. Zum Anderen muss ich aber auch Palance’ Spiel würdigen, der als Mr. Hyde eine einfache, aber wirksame Maske verpasst bekam und sich durch sein leicht übertriebenes Spiel gut in die „Theaterkulisse“ einfügt. Außerdem fasziniert mich die Geschichte, die ich in Literaturform zwar nicht kenne, hier aber für mein Empfinden recht deutlich als Parabel auf Alkohol-/Drogen-Missbrauch fungiert und in seiner ruhigen, humorlosen Art durchaus einen gewissen psychologischen Tiefgang aufweist. Allerdings ist diese am Stück ob ihrer Länge von rund zwei Stunden nur schwer zu ertragen und wurde möglicherweise bei ihrer Erstausstrahlung in Form mehrerer Episoden gezeigt…? Konsumiert in zwei großen Happen habe ich mich aber passabel unterhalten gefühlt und hatte aufgrund des Erzähltempos genügend Zeit, das Gesehene zu reflektieren.

Leider unter aller Sau fiel allerdings die DVD-Auswertung von „Best Entertainment“/“Power Station“ (allein schon diese Namen…) aus: Rein technisch gesehen ist dies die mieseste DVD, die ich jemals gesehen habe. Neben den bereits erwähnten Tonschwächen ist das Bild dunkel, unscharf, streifig und extrem ruckelig an der Grenze zur Unansehbarkeit. Dass dann beim Transfer anscheinend hier und da auch noch die Rolle festhing und das Ergebnis aussieht, als hätte jemand den Film angehalten und anschließend die Spultaste betätigt, überrascht mich nicht mehr. Glücklicherweise hat mir meine Freundin sie für nur einen Taler von der Arbeiterwohlfahrt mitgebracht...


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "buxtebrawler" lesen? Oder ein anderes Review zu "Seltsame Geschichte von Dr. Jekyll und Mr. Hyde, Die (1968)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von buxtebrawler

Zurück





Copyright © 1999-2012 KI Media GbR
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

244 Besucher online





Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


Paragraph 78: Punkt 1 (2007)
Traxx (1988)
Scorpion King 3 - Kampf um den Thron, The (2012)
Men Suddenly in Love (2011)
Gefährten (2011)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich