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Im Körper des Feindes (1997)

Eine Kritik von Fly Taggart (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 01.10.2001, seitdem 426 Mal gelesen


Perfekter Actionthriller mit erstklassigen Darstellern und John Woo als Regisseur.

John Travolta ist FBI Agent Sean Archer, der seit Jahren den Terroristen Castor Troy (Nicolas Cage) jagd, weil dieser seinen kleinen Sohn auf dem Gewissen hat. Nach einer spektakulären Jagd auf dem LA Flughafen, hat er ihn endlich. Was sich aber herausstellt. Castor hat eine riesige Bombe irgendwo in LA versteckt. Der einzige, der deren Aufenthaltsort kennt, ist Castors Bruder Pollux. Doch dieser sitzt im Knast und ist auch nicht bereit, auszupacken. Daraufhin bekommt Archer von einer Spezialabteilung den Vorschlag, mittels einer Operation das Gesicht von Castor mit seinem (natürlich nur temporär) zu tauschen. Er willigt ein und wird nun zu Pollux ins Gefängnis gebracht. Er schafft es auch, Pollux auszuquetschen. Doch als er die Information seinem Kumpel mitteilen will, steht plötzlich Castor, der aus seinem Koma erwacht ist und Archers Gesicht aufgesetzt hat, vor ihm. Nun bleibt ihm nur noch ein Fluchtversuch. Denn Castor hat bereits gefallen daran gefunden, Archer zu spielen. Besonders dessen Frau gefällt ihm gut. Als der echte Archer wieder in LA ist, beginnt eine mörderische gegenseitige Hetzjagd, die voller Zerstörungswut ist.

Eien gute und spannende Story. Dazu kommt noch die erstklassige darstellerische Leistung der Hauptdarsteller Travolta und Cage, die sozusagen den jeweils anderen spielen. Besonders Travolta als Psycho überzeugt mal wieder auf der ganzen Linie (das erste Mal in John Woos Actionknaller Broken Arrow).

Nun zur Action. Wie für Woo Filme üblich, wechseln sich die etwas ruhrigen Handlungselemente mit furiosen, spektakulären Gunfights ab, wieder mal mit sehr hohem Body Count. Wie bei seinen Hongkong Filmen wurden die Actionszenen sehr ästhetisch gestaltet
und gleichen einem Tanz. Das gibt dem Ganzen regelrecht Charakter und das wiederrum bringt Atmossphäre mit sich. Special Effects gibt es auch massig. Ebenfalls typisch für typisch werden die Inneneinrichtungen der Gebäude, wo die Gunfights stattfinden, komplett im Kugelhagel zerstört. Besonders erwähnenswert ist aber die Operationsszene. Sieht wirklich total echt, als das Gesicht entfernt wird, und man das Gesicht des anderen auflegt.

Fazit: Der beste US Film von John Woo. Kommt zwar an Hard Boiled und the Killer nicht heran, gehört aber dennoch zu den besten Actionfilmen, die es gibt.
10/10


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