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Serenity - Flucht in neue Welten (2005)

Eine Kritik von Maichklang (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 11.01.2006, seitdem 639 Mal gelesen


Wahrscheinlich muß man schon ein eingefleischter Sci-fi-Fan sein,um Joss Whedons „Serenity“direkt zum besten Genrebeitrag der letzten Jahre zu erklären,denn allenfalls die Mixtur aus Sci-Fi und Westernelementen ist neu,die Story aber wenig innovativ und auch mit der Action hält es sich in Grenzen.

Story:
Ein paar Outlaws fliegen mit dem Raumschiff Serenity durch die Gegend und übernehmen hauptsächlich illegale Aufträge.Mit an Bord sind auch der Arzt Simon und seine Schwester River,die telepathische Fähigkeiten besitzt und von der galaxiebeherrschenden Allianz gejagt wird,da sie über Informationen verfügt,die nie an die Außenwelt dringen dürfen.

Zumindest verzichtet man auf die ausgenudelte Laser-Action und bringt konservativ-irdische Waffen zum Einsatz und schlägt auch einfach mal mit der Faust zu.Das ist ebenso erfrischend wie ein paar coole Sprüche(„Sex ?-Ich habe seit 2 Jahren nichts mehr in meiner Tiefgarage gehabt,dass nicht mit Batterien betrieben wird“).
Man versucht allerdings die Crewmitglieder schnell vorzustellen und ihnen ein Profil zu verpassen,was eigentlich nur in einer kompletten Serie(die es in den Staaten unter dem Namen „Firefly“auch kurz zu sehen gab)funktionieren kann.So haben wir es zwar mit interessanten Figuren zu tun,aber ihr Charakterbild bleibt so oberflächlich,dass es nicht sonderlich interessant ist,ihnen zu folgen.Da bildet auch Hauptfigur Malcolm keine Ausnahme,dessen Emotionen(wie bei allen anderen auch)recht kühl und oberflächlich erscheinen,so dass ich ihn auch nicht als Sympathieträger betrachten kann.

Die Kulissen sind kontrastreich ausgearbeitet worden und auch ein paar Raumschiffflüge können optische Glanzpunkte setzen(wie auch Darstellerinnen Morena Baccarin und Summer Glau).
Die Actionsequenzen bieten eine ganz ordentliche Dynamik und insbesondere die Martial-Arts-Fights mit River machen Freude.
Letztlich bietet der Streifen auch eine moralische Botschaft(Mit welchen Mitteln kann ich wie weit gehen,um die menschliche Spezies zu verbessern)und das Finale mit zwei wechselnden Schauplätzen ist auch ganz passabel ausgefallen.

Dennoch werde ich den Eindruck nicht los,alles schon einmal gesehen zu haben,so dass der Streifen unterm Strich nicht mehr als „Ganz nett“ausgefallen ist.
6 von 10 Punkten


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