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Amadeus (1984)

Eine Kritik von Schattenpuppe (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 09.08.2005, seitdem 374 Mal gelesen


Wer kennt ihn nicht, Wolfgang Amadeus Mozart? „Jaja, ein Komponist und einer der grössten Genies, die je gelebt haben...“ werden viele sagen. Scheint ganz schön langweilig zu sein, oder? Nicht wenn ein Film über ihn gemacht wird. Und dazu noch einer, wie es ihn nie wieder geben wird. „Amadeus“ - Einer der besten Filme aller Zeiten.

Ich habe nur einzelne Szenen von Amadeus im Musikunterricht gesehen, und diese brachten mich dazu, die DVD zum Film zu kaufen. Und ich wurde nicht enttäuscht, keine Minute lang.

Der Film erzählt die Lebensgeschichte des missverstandenen Genies Mozarts. Er gibt Einblicke in die Höhen und Tiefen, Erfolge und Fehlschläge seines Lebens bis hin zu seinem Tode. Und die Geschichte wird nicht etwa vom Blickwinkel des bekannten Multitalents selbst beobachtet, sondern von Antonio Salieri, Hofkomponist in Wien. Dieser kann einfach nicht glauben, wie vollkommen die Musik des jungen Mozarts ist und wird vor Neid zum Rande des Wahnsinns getrieben.

Leben tut der Film von der einzigartigen Gegenüberstellung zweier so gegensätzlicher Figuren, die es nur möglich ist. Auf der einen Seite der griesgrämige Salieri, der seinem Vertrauen zu Gott und seinem Fleiss die Anstellung am Wiener Hof zu verdanken hat. Auf der anderen Seite Mozart, ein junger Mann ohne Manieren und unverbesserlicher Weiberheld, dem die göttliche Gabe, perfekte Musik zu schaffen, in den Schoss gefallen ist.

Unvergleichlich ist, wie die Musik in die Handlung eingeflochten wurde. Keine Einzige Note von Mozart wurde geändert und es ist beinahe so, als hätte er nur für diesen Film komponiert. Immer wieder sieht man Mozart seine Opern dirigieren und diese Szenen gefallen mir am Film beinahe noch besser als der Rest der Handlung.

Und diese ist einfach überragend. Unfassbar, wie genial und eigentlich doch simpel die Geschichte aufgebaut ist. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Mal verzweifelnd, dann euphorisch, dazwischen schwermütige Melancholie tragend.

Der Höhepunkt dieses Filmes findet sich in seinem Ende. Auf dem Sterbebett diktiert Mozart Salieri die Noten zu seinem Requiem. Und obwohl der Dialog fast ausschliesslich aus musikalischen Angaben besteht, schaffen die beiden Schauspieler - begleitet von unbeschreiblicher Musik – einer der besten Szenen der Filmgeschichte.

Fazit: Einmal ein Werk, das nicht durch nicht allein durch seine Darsteller oder seine Story besticht. Sondern als Grosses und Ganzes, glänzend durch seine Perfektion. Dieser Film kommt ohne grosses Trara und Action aus, ohne (damals) namhafte Hauptdarsteller und ohne Happy End. Nur durch seine Menschlichkeit. Ein Film, den man gesehen haben muss. Kauft euch die DVD, man kriegt sie überall zum Spottpreis nachgeschmissen. 10 von 10 Punkten.


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