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Jason Goes to Hell - Die Endabrechnung (1993)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 7 / 10)
eingetragen am 07.01.2005, seitdem 611 Mal gelesen



Acht Teile sollten es werden, bevor Paramount das Handtuch warf. Nachdem im Jahre 1980 "Freitag der 13" als einer der Meilensteine des Horrorfilms gefeiert wurde, sprossen die Fortsetzungen nur so aus dem Boden. Von den Kritikern gehasst, von den Fans beliebt, brachte die Reihe immens viele Kohle in die H├Ąuser von Paramount und das obwohl man dort, zwecks der Brutalit├Ąt und eben den vielen lauten Kritikern aller Orts, nicht gerade begeistert von der Reihe war. Nachdem allerdings sowohl Teil 7 als auch Teil 8 nur noch verh├Ąltnism├Ą├čig wenig Geld in Kassen brachte, fiel es dem Studio daraufhin nicht sonderlich schwer, die Reihe an New Line Cinema abzutreten. New Line, die auch schon die Nightmare-Reihe in den H├Ąnden hielt, formten daraus nun einen weiteren ├╝berbrutalen aber relativ frisch wirkenden neunten Teil daraus, der zwar wieder wesentlich besser unterhalten kann als die beiden Vorg├Ąnger, dem es aber trotzdem am 80er-Charme der fr├╝heren Teile und der Rasanz des Nachfolgers "Jason X" fehlt!

Storym├Ą├čig wandelt dabei nat├╝rlich auch dieser Part wieder auf den d├╝nnen Pfaden der Vorg├Ąnger. Allerdings stapft Jason dieses mal nicht in seinem urspr├╝nglichen bulligen K├Ârper durch die Gegend, sondern wandert mit seiner "Seele" von einem K├Ârper zum anderen. Diese Neuerung ist allerdings auch schon so ziemlich die Einzige, mehr Innovation sollte man nicht erwarten. Aber wer tut das bei Jason-Filmen ├╝berhaupt, bis auf ein paar nimmerm├╝de N├Ârgler?

Denn worauf es nat├╝rlich auch bei diesem Friday-Film ankommt ist der Bodycount. Und der ist wieder einmal beachtlich. Vor allem beachtlich brutal. Ich mag sogar behaupten wollen, dass dieser Friday-Film der Heftigste von allen ist. Vom Kopf-braten in siedendem Fett, ├╝ber das Aufspie├čen an einem Baum, bis zu einer der wohl heftigsten und blutigsten K├Ârper-Zweiteilungen der Filmgeschichte, ist hier wirklich alles vorhanden. Dazu kommt, dass die Inszenierung dieser Gore-Effekte sensationell gut geworden ist. Jeder Kill sieht wirklich m├Ąchtig gewaltig aus und man k├Ânnte wetten m├Âgen, dass Tom Savini, oder zumindest einer Sch├╝ler von ihm, hier seine Finger im Spiel gehabt hat.

Und in punkto Atmosph├Ąre wird dann auch noch einiges geboten. Der kr├Ąftige Soundtrack und die gruselige Ausleuchtung der Sets, kann f├╝r G├Ąnsehaut sorgen. Wer zuvor noch keinen Jason-Film gesehen hat, der k├Ânnte hier sogar richtige Angst bekommen. Vor allem diesen Punkt hat man in den beiden Vorg├Ąngern schmerzhaft vermisst.

Dennoch m├Âchte ich behaupten, dass dieser Friday-Film nicht unbedingt zu den besten Teilen der Reihe geh├Ârt (das sind f├╝r mich, nach wie vor, Teil I, Teil V (egal wie scheisse ihr den auch findet;)), Teil VI und Jason X). Das liegt vor allem daran, dass hier Jason sich in fremden K├Ârpern befindet und dadurch einfach irgendwie nicht so richtig Jason ist. Es gibt zwar, au├čer in Teil 1, auch noch einen weiteren Friday-Film, wo jemand anderes als Jason unterwegs ist, doch dort erf├Ąhrt man dies schlie├člich (offiziell) erst am Schluss. Hier allerdings vermisst man den bulligen Killer einfach irgendwie.

Auch fehlte mir hier der gewisse Charme der Vorg├Ąnger. Der neue Look mag zwar schick sein, doch dieses gewisse 80er-Jahre-Horror-Feeling, was in den alten Filmen ja zuhauf vorhanden war, hatte mir irgendwie besser zugesagt. Zwar ist es nat├╝rlich irgendwie logisch, dass dieses gewisse Etwas nicht immer vorhanden sein kann und eigentlich kann man das dem Streifen auch nicht wirklich vorwerfen, doch irgendwie habe ich dieses Feeling, beim ersten Anschauen damals, vermisst. Zwar hat auch in "Jason X" nichts mehr davon ├╝brig (eher ja das volle Gegenteil), doch dort ist Jason endlich wieder er selbst und durch die geschickt verpackte Ironie, die hier leider auch vollkommen fehlt, konnte dort das Fehlen des 80er-Charmes wesentlich besser ausgeb├╝gelt werden, als hier. Aber nun gut.

Wirklich auftrumpfen kann "Jason goes to Hell" allerdings wieder am Schluss. Die Vorank├╝ndigung auf das Duell der Giganten "Freddy vs. Jason" wurde bereits hier geschickt eingef├Ądelt und lie├č die Ger├╝chtek├╝che fortan hei├č kochen. Das Ergebnis, dieses geschickten Schachzuges, durften wir ja nun im Jahre 2003 endlich in den Kinos bewundern.

Zu den Darstellern sei noch gesagt, dass sie ihre Sache allesamt ganz zufriedenstellend machen und sicherlich besser sind, als so manch ein Friday-Schauspieler-Kollege zuvor. Allen voran nat├╝rlich Kane Hodder, der hier aber leider nur ein paar wenige Auftritte zu verzeichnen hat. F├╝r die paar Szenen ist aber schlichtweg gut. Er ist einfach der beste Jason-Darsteller ever!

Fazit: Der erste Jason-Streifen aus dem Hause New Line Cinema bietet wieder einmal Gemetzel pur und kann sogar gruselige Athmosp├Ąre verbreiten. Zwar fehlt es hier an dem Charme der Vorg├Ąnger und an der geschickten Ironie des Nachfolgers, doch durch den hohen, brutalen und gl├Ąnzend inszenierten Bodycount kann auch dieser, mit modernerem Look verpasste, Jason-Film, wieder einmal ├╝berzeugen. Vorausgesetzt nat├╝rlich, man hatte auch schon an den fr├╝heren Vorg├Ąngern seinen Spa├č und kann sich auch an sinnfreiem Gemetzel erfreuen!

Wertung: 7/10 Punkte


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