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Jason Goes to Hell - Die Endabrechnung (1993)

Eine Kritik von (Bewertung des Films: 6 / 10)
eingetragen am 25.08.2003, seitdem 1314 Mal gelesen



Schon seltsam das Ganze..

Da ist eine Filmserie bekannt, geliebt und gehasst für ihre schemata, die sie bedingunglos in jedem Film als Handlung und Konstrukt verwendet, so dass sich nie ein Teil wirklich von einem anderen unterscheidet (Im Gegensatz zur Alien Serie), da kommt auf einem mal der neunte Teil und setzt abrupt neue "Maßstäbe", da hier wirklich ALLES anders ist als in den vorherigen Teilen.

Erstens haben wir hier einen Helden im Vordergrund (man achte auf das Geschlecht). Zweitens ist dieser auch jenseits des Teenageralters. Drittens ist die Story dieses Film phantastisch und nicht realistisch (ok, das war sie eigentlich auch schon ab dem 6. ...). Viertens bekommt man die Kultfigur der Serie kaum zu Gesicht. Fünftens ist der Film Unrated (juhuu). Sechstens hat der Film sowas wie Dramaturgie und siebtens hat Camp Crystal Lake eher ne Nebenrolle uswusf. ganz anders eben.

Das ist auch schon das positivste Merkmal des Films und gleichzeitig das schlechteste. Denn mal was ganz anderes zu probieren tut der Serie gut, aber das hier hat ja kaum noch was mit Friday13th zu tun (weshalb der FIlm auch bewusst nicht so heißt) und dürfte Jason-Fans gehörig vor den Kopf stoßen. Aber als "standalone" haben wir hier einen wunderbar routinierten Horrorfilm, der einigermaßen spannend ist und nie langweilig wird. Die Bodyjumps sind nicht sehr geschickt in die Spannungsbögen eingeflechtet, und dass Jason auf einem mal in der Lage ist zu reden wag ich auch zu bezweifeln, erst recht dass er sogar in der Lage ist so zu tun als sei er normal.

Das ist auch der Hauptkritikpunkt. Aufgrund des Korsetts der Filmserie werden die Merkmale des Bodyjumps vernachlässigt und ebenso werden die Merkmale der Filmserie aufgrund des Korsetts dieser Story vernachlässigt. Also kein richtig guter Film, aber schön trashig (zum Beispiel der Kopfgeldjäger der versucht gut zu spielen).

Die Szenen die an die alten Teile erinnern wirken wie Hommagen und nicht wie stimmig in den Film integriert. Geil auch das offensichtliche moralische Vergehen das Kondom wegzulassen. Jason tritt erstmal auf das Kondom bevor er sie tötet ;-) Die ersten Minuten als Jason in die Luft gejagt wird darf auch als Homage an die alten Teile verstanden werden bzw als Überleitung zum neuen Filmstoff.

Aber manche Dinge sind so unlogisch und zu übertrieben. Warum frisst der dumme Doktor das Herz nur weil es anfängt zu pumpen? Einfach nur dämlich, da soll man sich nicht wundern wenn man zu Jason mutiert. Oder das blöde Messer mit dem Jos letztendlich getötet werden konnte ist auch an den Haaren herbeigezogen.Auch interessieren würde mich, woher der Duke das alles weiß mit der Vorhees-Family und warum er so ein sadistischer Bastard ist und dem Helden erst 3 Finger bricht bevor er ihn in die Geschehnisse einweiht... Wenn man das Böse bekämpfen will sollte man seinen Verbündeten nicht unbedingt die Hand zerschrotten, schließlich könnte man die ja nochmal nüzlich einsetzen ;-) was er übrigens auch getan hat... wahrscheinlich hatte er den Schmerz ganz einfach vergessen ;-)

Wirklich positiv sind die vielen Gags. Als da wären der Cambell-Reporter die absolut übertriebenen Fernsehreportagen, die an NBK erinnern und kleinere Gags hier und da, wie zB die beiden Klinikwächter die was abfälliges über Jason sagen als der jasonifizierte Doktor gerade vorbeigeht und ein Schnitt zu den Nachrichten erfolgt, wo über den Tod der beiden Wächter berichtet wird. Viele kleine Links zu anderen Filmen sind vorhanden. Das Nekronomikon soll wohl die Verbindung zum phantastischen Film sein ;-)

Am Ende wirds nochmal richtig trashig, wenn "Erdarme" nach Jason greifen und das ganze richtig trashig und unfreiwillig komisch daherkommt.

Das Highlight des Film ist natürlich der Schluss, wo Freddys Klaue nach Jasons Maske greift... (Man ich hätte den Film gerne gesehen ohne das zu wissen. Das wäre nämlich einer der besten Schlussgags die ich kenne gewesen...)

Hätte eigentlich ein rühmlicher Schluss der beiden Serien sein können, zum Glück war er es nicht ;-)

6,5/10


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