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Timecop (1994)

Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 11.04.2007, seitdem 311 Mal gelesen


Jean-Claude Van Damme unterschrieb gleich einen Doppelvertrag bei Universal, welcher nicht nur für " Timecop ", sondern auch für den ein Jahr später gedrehten " Sudden Death " galt. Beide Male unter der Regie von Peter Hyams, welcher sich schon fast in jedem Genre erfolgreich versucht hat. Die Story zu " Timecop " entstand aus einem unbekannten Comic, doch auch Sam Raimi und Robert Tapert fanden Gefallen an der Zeitreisestory und produzierten zusammen mit Moshe Diamant. Van Damme war hier noch dicke im Geschäft, denn seine Filme liefen immer im Kino und ließen zudem die Kassen klingeln. Heute ist er wie die anderen Altstars nur noch im B-Bereich zu finden, dort aber immerhin auf einem guten Niveau. 2003 gab es eine Fortsetzung, welche an das Original jedoch lange nicht heran reicht.
Story:
Im Jahre 2004 ist das Zeitreisen möglich geworden. Man kann in die Vergangenheit reisen um bestimmte Dinge zu korrigieren, welche sich dann positiv auf die Zukunft auswirken. Damit das Ganze nicht missbraucht wird, wurde eine Schutzpolizei, namens TEC eingerichtet. Nur Max Walker ( Jean-Claude Van Damme ) stößt bald auf den Senator Aaron McComb ( Ron Silver ), welcher um das Amt des Präsidenten kandidiert und sich seine Gelder mit Hilfe der Zeitreise ermöglicht. Außerdem war er an der Ermordung von Max Frau ( Mia Sara ) vor zehn Jahren beteiligt. Max beschließt in die Vergangeheit zu reisen um McComb aufzuhalten und um gleichzeitig seine Frau zu retten.

Die Story patzt mit einigen dicken Logikfehlern und ist nicht immer plausibel, immerhin ist die kleine Nebengeschichte mit Max Frau und McComb´s Geldern, welche er aus der Vergangenheit klaut, recht solide. Aber man stellt sich als Zuschauer die Frage: Wozu eigentlich das Ganze ?
Das Ganze bildet auch nur die Rahmenhandlung für Hyams rasante und zugleich amüsante Umsetzung. Actionmäßig geht hier ordentlich die Post ab. Hier darf Van Damme noch richtig zulangen und seinen Gegnern zu Hauf die Kauleisten polieren. Die Fights sind allesamt toll choreographiert und glänzen mit vielen Moves und Martial Arts Einlagen. Es wird noch richtig heftig zugeschlagen und das in zahlreicher Menge. Daneben gibt es einige Shootouts, welche zwar spektakulär sind, aber auch nicht sonderlich graphisch. Insgesamt ist die Gewalt für eine FSK 16 Freigabe schon ziemlich hoch angesiedelt. Die Explosionen sind noch handgemacht und es kracht sehr oft.
Auch die Dialoge sind versehen mit einigen Onlinern und animieren als zum Grinsen. Auf jeden Fall wird es hier nie langweilig und in manchen Szenen kann " Timecop " sogar eine sehr hohe Spannung verbuchen.
Die Kulissen machen auch etwas her, wobei man das mit dem Jahr 2004 nicht mehr so eng sehen darf. Zumindest erkennt man hier dank der Zeitreise, den Waffen, oder auch den futuristischen Autos, dass man sich in der Zukunft bewegt, welche für uns heute schon wieder Vergangenheit ist. Der Score hat für jede Szene die passende Untermalung parat.
Jean-Claude Van Damme leistet hier nicht nur actionmäßig, sondern auch darstellermäßig saubere Arbeit. Die neue Frisur steht ihm auch gut und der Fan bekommt, das von ihm geboten, was er auch wirklich sehen will. Ron Silver gibt den charimatischen Fiesling sehr glaubwürdig und auch Mia Sara macht einen guten Job.

Fazit:
Rasanter und knallharter Sci-Fi-Actioner aus Van Damme´s besten Jahren. Die Story ist nicht sonderlich logisch, strotzt vor Fehlern und Logiklöchern. Aber ansonsten lässt man sich nicht lumpen und gibt Vollgas mit spektakulärer Action, jeder Menge Stunts und einigen spannenden Momenten. Die Darsteller machen einen guten Job, die Kulissen stimmen.
Schnörkellose Unterhaltung mit einem gut aufgelegten Van Damme, Action pur.


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