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Godzilla (1998)

Eine Kritik von Apollon (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 06.03.2002, seitdem 447 Mal gelesen


Über diesen Film gibt es sehr geteilte Meinungen. Zugeben mit den alten japanischen Filmen, die eigentlich jedermann kennt, hat diese Godzillaverfilmung nicht sehr viel Ähnlichkeit. Trotzdem kann ich mir diesen Film hundertmal eher anschauen, als so einen total schlecht gemachten Godzillafilm von früher, wo alles so "realistisch" rüberkommt, wenn ein Japaner irgendwelche Papphäuser niedertrampelt.
Zur Story: Dass Gene durch radioaktive Strahlung verändert werden können, ist realistisch. Dass dadurch Regenwürmer 14 mal so groß werden können, kann man unter Umständen auch noch glauben. Aber dass eine kleine Echse zu solch einer Größe mutiert, entspricht natürlich auf keinen Fall der Realität. Man kann allerdings bei einem Godzillafilm sowieso nicht erwarten, dass realistisch geklärt wird, wie dieses Monster entsteht. Deshalb kreide ich dem Film das nicht an.
Leider hat "Godzilla" aber trotzdem noch genug Logikfehler. Da wäre zum Beispiel die Frage, wie so ein Gigant plötzlich verschwinden kann und in New York nicht mehr aufzufinden ist. Das müssen dort ja riesige Kanalsysteme sein (ist natürlich ironisch gemeint). Dann wird Godzilla mit einem Berg von Fischen genau in Stadtmitte angelockt, damit er dann noch mehr Wolkenkratzer dem Erdboden gleich macht. Außerdem wird er noch mitten den Häusern beschossen, ohne Rücksicht auf Verluste. Auch ist es komisch, dass Menschen noch in aller Ruhe in Geschäften einkaufen können. Katastrophenstimmung Fehlanzeige. Schauspielerisch wird einem durchschnittliche Kost geboten, eine Ausnahme stellt Jean Réno dar.
Nun aber zu etwas sehr positiven: Das sind die Effekte. Die Godzilla-Animationen sind erstklassig, auch wenn sich so manch einer Godzilla etwas anders vorstelltt. Die sonstigen Special-Effects kommen auch gut rüber und sind eigentlich typisch für Roland Emmerich. Wer genauer auf die musikalische Unterstützung achtet, kann auch Parallelen zu "Independence Day" finden. Als Beispiel dient dafür die Szene, wo Godzilla unter Wasser mit Torpedos beschossen , aber nicht getroffen wird. Das ist musikalisch ähnlich der "Independence Day" - Szene, wo die Raketen das außerirdische Raumschiff zerstören sollen, zuerst aber keine Wirkung zeigen.

Zusammenfassend kann man sagen, dass "Godzilla" ein typischer Roland Emmerich-Film ist: Wenig Story, viele Effekte. Und Dank diesen Effekten erhält der Film bei mir noch 7/10 Punkten.


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