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Insel, Die (2005)

Eine Kritik von Chlodwig (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 25.08.2005, seitdem 342 Mal gelesen


Leider kann ich die überwiegende Begeisterung zu Bay’s neuem Film nicht ganz nachvollziehen. Ich hatte im Vorhinein überwiegend gute Meinungen über den Film gehört (mit Einschränkungen wie – hektischer Kamera bei den Actionszenen und Produkt-Placement mit der Hammermethode) und war deshalb mit guten aber nicht allzu hohen Erwartungen ins Kino gegangen.

Der Film fing ziemlich viel versprechend an und hat mich auch storytechnisch angesprochen. Auch wenn es hier schon vor Logiklöchern manchmal die Balken gebogen haben….

SPOILER:

Ich sage nur der Schlüssel vom Wachmann…. sonst wird alles ganz genau überwacht – selbst Berührungen unter den Agnaten werden festgestellt, aber das fehlen des Schlüssels fällt Ewigkeiten keinem auf???


SPOILER ENDE:

Dann begann die Flucht. Ein spannender – aber auch unübersichtlicher hektischer Teil – der in einem witzigen Abschnitt bei Steve Buscemi endet. Einfach herrlich wie er versucht den beiden zu erklären was sie sind.
Die Flucht geht weiter…
Dann geht es leider mit jeder weiteren Minute mächtig bergab mit der Qualität des Films. Unlogische und unrealistische Action bestimmt von nun an den Film. Die Sequenzen sind zwar gut gemacht, aber langweilen auf Dauer nur noch. Denn die Action ist weder neu noch über die maßen spektakulär, dass man erstaunt im Kinosessel sitzt. Der Absturz mit dem Firmenlogo über hunderte Meter mit nur 2-3 Schrammen zu überleben ist einfach dermaßen unglücklich und unnötig. Wo bleibt wieder die Logik, wenn man vorher versucht die Agnaten als menschlich hinzustellen und dann überleben diese Situationen, die nie ein Mensch überlebt hätte. Einzig die Begegnung zwischen Lincoln 6 Echo und dem „echten“ Lincoln als Menschen war noch mal recht interessant. Aber auch hier wurde viel verschenkt, da man so schnell wie möglich zur nächsten Actionsequenz musste/wollte.

Über die Optik kann man sich nicht streiten. Farbfilter etc… das kann Bay einfach.

Fazit:
Schade – wegen der verschenkten Chancen.
Der erste Teil des Films hatte viel Potential mit guten Ansätzen, die man lieber hätte ausweiten sollen, statt auf stumpfe Aneinanderreihung von Action zu setzen. Versteht mich nicht falsch, ich bin Actionfan und mag die alten Filme von Michael Bay: Bad Boys und The Rock, aber wenn man schon Action mit guter Story machen will und die Chance dazu hat, dann bitte richtig.

Man könnte auch sagen:
Bay hat den Film mit Brachialgewalt in den Sand gesetzt!!!


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