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Insel, Die (2005)

Eine Kritik von art (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 20.09.2005, seitdem 420 Mal gelesen


Ganz positiv überraschend. Obwohl jeder den Clou – also das Menschen als Ersatzteillager gezüchtet werden - schon vorher kennt, ist „Die Insel“ einer der bislang besten Thriller des Jahres 2005 geworden. Dafür gibt es mehrere Gründe: Die Story ist gut und bleibt bis zum Ende spannend und hochdramatisch. Der Hauptdarsteller Ewan McGregor zieht. Die Ausstattung ist fantastisch. Und nicht zuletzt ist die Action wirklich bombastisch, bleibt aber trotzdem glaubwürdig.
Doch bleiben wir bei der Thematik. Der Film greift reale Möglichkeiten auf und spinnt sie in die Zukunft weiter. Statt Stammzellen kann der Mensch dann also komplette Organe kaufen, die in einem Klon heranreifen. Wenn man dann durch exzessiven Alkoholgenuss oder was auch immer eine neue Leber braucht, gibt’s den perfekten Ersatz. Natürlich nicht für jeden, denn es geht um viel Geld und gleichzeitig um extreme egoistische Interessen. Besonders gut gefällt dabei, das hier nicht nur die Wissenschaftler und Ärzte unmoralisch und unverantwortlich agieren, sondern das die Endverbraucher genau das von ihnen erwarten.

Mutig nimmt im Film jedenfalls der Klon Ewan McGregor den Kampf gegen die Pharmafirma auf. Man kann wie gesagt gut mitfiebern. Und bis kurz vor Schluss ist jedes Ende möglich und wie das Ganze ausgeht soll hier natürlich nicht verraten werden ...

Der einzige Minuspunkt des Films ist Scarlett Johansson. Denn das wunderschöne Modell hat leider überhaupt kein Schauspieltalent. Man sieht ihr in keiner Situation an, dass sie Dramatisches erlebt und auch wenn sie spricht, fühlt sie nie mit ihrer Figur.
Ganz anders wirkt sie dagegen in Werbefilmen und tatsächlich sieht man sogar einen im Film (möglicherweise aus Verlegenheit und als Entschuldigung hat der Regisseur gezeigt, was er sich von ihr erwartet hat?). In dieser Szene sehen wir jedenfalls den Klon von Johansson bei einer Werbung. Das heißt sie spricht nicht und ist einfach nur anmutig schön. Leider macht das ihre Figur im Film nicht glaubwürdiger. Schade. So bleibt der Film bei 8 Punkten. Was allerdings ein sehr ordentliches Ergebnis ist. Nur: Es hätten sogar noch mehr sein können.


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