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Insel, Die (2005)

Eine Kritik von machine (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 18.10.2005, seitdem 241 Mal gelesen


Mit „The Island“ gelingt es Michael Bay ein sehr aktuelles Thema, nämlich das Klonen, in einen sehr spannenden Kontext zu stellen. Da die Story in einer nahen Zukunft spielt, ist es klar, dass der Zuseher zum Denken angeregt wird und sich die Frage stellt: „Wird das bald wirklich so sein?“. Interessant eingebaut, sind auch die ganzen Marken, die das Zukunftsbild des Films realistischer wirken lassen. So wird uns bspw. Eine Xbox-Variante gezeigt, die an Realismus wohl nicht mehr zu überbieten ist, ein unglaublich genialer Porsche oder die neuste Errungenschaft von Microsoft. Diese technischen Entwicklungen lassen den Zuschauer schmunzeln und dürften wohl auch einiges an Werbegeld eingebracht haben.
Aber nun zur Story. Sicher kann man den Film in zwei Hälften unterteilen, die erste, welche diese seltsame, sektenähnliche Gesellschaft zeigt und dann die zweite Hälfte die ausserhalb der Facilities spielt und sich hauptsächlich mit der Vefolgungsjagd und dem Aufdeckungs-, wie auch Anpassungsversuch der beiden Protagonisten beschäftigt. Für mich war vor allem die erste Hälfte sehr unterhaltsam und auch Bay-untypisch! Die spezielle Situation in welcher diese Menschen leben und auch wie Lincoln Six Echo dieses Geheimnis dann lüftet, ist sehr unterhaltsam und innovativ inszeniert worden! Aber auch die zweite Hälfte kann sich sehen lassen und macht den Film nicht kaputt, nur lässt Michael Bay hier wieder seine übliche Blockbuster-Ästhetik durchsickern und wandelt die sehr vielversprechende Zukunftsvision in ein Actionspektakel um. Aber man muss ihm auch zugestehen, dass er trotzdem die Charaktere nicht ganz vergisst und den Findungsprozess, wie auch die entflammende Liebe der beiden Hauptfiguren dem Zuschauen nicht entgehen lässt und komischen Situationen gegenüber stellt, was dafür die Spielzeit des Films etwas ausufern lässt. Die darstellerischen Leistungen können sich sehen lassen, vor allem Ewan McGregor glänzt in seiner Doppelrolle aber auch mit Sean Bean, Steve Buscemi, Michael Clark Duncan oder Djimon Hounsou sind die Nebenrollen sehr gut besetzt worden. Scarlett Johansson als Superbabe war auch sehr erfrischend, obwohl ihr Michael Bay nicht erlaubte die Hüllen fallen zu lassen, zu Schade!

Fazit:
Ein sehenswerter Sciencefiction-Action-Streifen, wobei der Action-Teil den Kürzeren zieht aber dennoch überzeugen kann, vielleicht etwas lang geraten aber das soll jeder für sich selbst entscheiden, ich mag grundsätzlich längere Filme lieber!

7,5/10


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