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Red Heat (1988)

Eine Kritik von Gargoyle (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 04.03.2006, seitdem 299 Mal gelesen


"Red Heat" war eine der ersten US-Filmproduktionen, denen es gestattet wurde, an original moskauer Schauplätzen zu drehen. Leider verstand es Autor und Regisseur Walter Hill nicht, seiner Actionkomödie weitere Besonderheiten zu verleihen.

Die Story:
Der Moskau-Polizist Danko (Schwarzenegger) ist hinter dem Drogendealer Viktor her. Dem gelingt es aber, sich nach Chicago abzusetzen. Danko folgt ihm in die Staaten, muss aber feststellen, dass Viktor hier bereits ein weit verzweigtes Drogenkartell aufgebaut hat. Und mit dem einheimischen Cop Ridzik (Belushi) als Partner gibt es auch nicht viele Gemeinsamkeiten...

"Red Heat" versteht sich selbst zwar als Actionkomödie, vor allem ersteres kommt aber über die gesamte Dauer des Filmes viel zu kurz. Kommt es mal zu Schießereien, so fallen diese unspektakulär und enttäuschend kurz aus. Für die damalige Zeit hält sich "Red Heat" auch im Härtegrad eher zurück. Am schlimmsten ist jedoch der völlig missratene Schnitt. So sieht man bei Feuergefechten ständig, dass jemand in Großaufnahme in Deckung geht, und dies dann in einer Totalen nochmal tut. Oder etwa, wenn Arnie eine fast zwei Sekunden lange Ausholbewegung macht, um einem Gegner eine Faust zu verpassen. Dies alles verpasst den Actionsequenzen einen höchst undynamischen und stümperhaften Anstrich.

Vorrangig geht es in "Red Heat" aber ohnehin um den "Culture clash" zwischen Kapitalisten und Kommunisten. Man hat zwar schon geeignetere Paare als Schwarzenegger und den schwach spielenden Belushi gesehen, aber für regelmäßige und gute one-liner taugen ihre Debatten doch immer wieder. Erfreulicherweise gehen die nicht nur auf Kosten der Sowjets, man hat sich im Gegenteil sehr darum bemüht, ein glaubwürdiges Bild von der damaligen Feindmacht zu zeichnen. Leider zieht sich die Handlung selbst phasenweise wie ein Kaugummi hin, ohnehin eher wie Krimi aufgebaut, werden Informanten verhört, Kompetenzen ausgefochten und Leute beschattet. Wie bereits gesagt, kommt auflockernde Action viel zu kurz. Die "russische Waffe" Danko hätte man gerne öfter in Aktion gesehen.

Fazit:
"Red Heat" ist gehobener Durchschnitt, mehr nicht. Die unausgewogene Mischung aus Handlung und schwacher Action macht den Film trotz seines originellen Settings etwas langweilig. Pflichtprogramm nur für Schwarzenegger-Fans, wer eine richtig gelungene Actionkomödie mit ihm sehen will, sollte sich "Phantom-Kommando" reinziehen.

5,5/10


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