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Kill Zone SPL (2005)

Eine Kritik von png (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 07.03.2006, seitdem 227 Mal gelesen


Wilson Yips ohne auch nur eine klitzekleine Atempause durch das dünne Sujet gejagte Old School Action SPL - SHA PO LANG dürfte die Augen eines jeden rohherzigen Fans, der mit den Bloodshed-Feuerwerken der Achtziger Jahre seinen Zugang zum Hongkong-Kino gefunden hat, nostalgieinfiziert heftig triefen lassen. Im Zentrum dieses schnörkellosen, knochenharten Hits steht die seit Jahren schwelende und nun heftig eskalierende Aversion zwischen einem Triaden-Kingpin (unglaublich gematured, der wie noch nie zuvor dampfwalzende Koloss Sammo Hung) und einem Inspektor (Simon Yam). Längst schon hat der berufsbedingte Interessenkonflikt eine persönliche Dimension, und – just mit einem Gehirntumor attestiert – möchte der Inspektor seine Erznemesis ein für alle mal aus dem Verkehr ziehen. Seine Chancen stehen nicht besser, als in den zurückliegenden Jahren, aber nun ist da merklich auch noch Verzweiflung, die ihn treibt, die ihn zu Maßnahmen greifen lässt, die ihn tatsächlich näher an den Triadenboss bringen, als je zuvor – beinage auf die gleiche Stufe, jenseits des Gesetzes. Und das ist ein Terrain, das sein Widersacher besser noch kennt, als er selbst. Der Backlash ist fürchterlich. Sammo Hung lässt einen mit seinen Dolchen unglaublich versierten Meisterkiller (Jacky Wu) auf die Polizisten los – wahrlich beindruckendes Fu, eine unbesiegbare Kampfmaschine. Binnen weniger Stunden liegen die Jäger mit aufgeschlitzten Wänsten in der Gosse, und der Inspektor selbst baumelt, verknotet in einen dicken Strick, kopfüber von der Decke im Nachtclub des Gangsters. Damit scheint der Kampf entschieden – wäre da nicht noch der obercoole Donnie Yen, der als designierter Nachfolger des Inspektors mit seinen Plädoyers für mehr Trennschärfe zwischen Recht und Unrecht bei dessen eingeschworener Truppe wenig punkten konnte, und im bisherigen Handlungsverlauf eher eine unwesentliche Rolle spielte. Das ändert sich im Finale schlagartig. Nun sind es einzig Donnie Yens allen überlegene Knochenbrecher-Skills, die retten können, was vom Tag noch übrig ist. Mag man Wilson Yip auch zugestehen, dass er sich um eine halbwegs ausgewogene und nachvollziehbare Charakterisierung seiner Antagonisten bemüht, was für sein im positiven Sinne bodenständigen und traditionsbewussten Werk punktet, ist vor allem diese heftige Action, die er im Finale in einem äußerst denkwürdigen Kampf der Titanen kulminieren lässt.


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