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Kill Zone SPL (2005)
Eine Kritik von Der Ewige Lawrence (Bewertung des Films: 3/10) eingetragen am 19.01.2007, seitdem 788 Mal gelesen
Oh Gott, wo bin ich denn hier hin gelangt???!!!
SPL wurde überall als Wiedergeburt des guten alten Heroic Bloodshed a la John Woo gefeiert.
So verwundert es denn auch nicht, dass die Wertung im Durchschnitt sehr hoch liegt.
Aber ein bißchen Nostalgie ist noch lange kein Grund, die Augen zu verschließen und einfach mal eine hohe Wertung raus zu schmeißen.
Tatsache ist ja schon, dass SPL sehr viel versprechend anfängt und auch ein vielversprechendes Ende am Strand hat. zwischendurch gibt es immer wieder vielversprechende Sequenzen, die einen tatsächlich an die offensichtlichen Idole erinnern.
Auch ist des Messerkampf am Ende des Films extrem genial in Szene gesetzt worden, selten habe ich so einen gut choreographierten Messerkampf gesehen.
Dann kommt noch hinzu, dass Simon Yam und Sammo Hung beide ein unglaubliches Charisma versprühen, dass die Leinwand eigentlich nur noch funken müßte.
Was also läßt diesen Film so kläglich scheitern, mag man meinen?
Ich weiß es nicht, aber versuche mal ein paar Unzulänglichkeiten aufzulisten...
Was zum Teufel hat Donnie Yen mit der ganzen Sache zu tun, dass er sich in den Strudel aus Gewalt hineinziehen läßt? Ist nicht wirklich nachzuvollziehen!
Was macht dieser Killer in weiß da überhaupt die ganze Zeit, woher weiß er, wo er immer hinmuß, wieso kommt Donnie Yen zufälligerweise immer eine Minute zu spät?
Wieso sieht man die riesigen Absätze Donnie Yens?
Wieso wird nicht stärker auf die Selbstjustizmethoden der Truppe um Simon Yam stärker eingegangen? Wieso prügelt man sich einfach so ohne Grund in der gegend herum? Schließlich ist das kein Jackie Chan Film, wo man so etwas nicht nur toleriert, sondern auch erwartet!
Wieso ist die Polizei nie zur Stelle, wenn mal einer der ihrigen abgeschlachtet wird? Wieso basiert das mehr als löchrige Skript so stark auf blöden Zufällen? Wieso läßt es Sammo Hung zu, dass Donnie Yen bis zu ihm vordringen kann? Wieso sieht der finale Kampf, der ja eigentlich der Höhepunkt des Filmes sein soll, so viel billieger aus, als der Messerkampf vorher.
Wieso findet der finale Kampf eigentlich zwischen Donnie Yen und Sammo Hung statt, wo diese beiden Figuren eigentlich kaum etwas miteinander zu tun hatten?
Vielleicht hatte ich es ja schon erwähnt, aber nochmal: Was hat Donnie Yen überhaupt mit der ganzen Sache zu tun? Und wieso quittiert er den Dienst?
Um es kurz zu machen:
So einen Murks habe ich schon lange nicht mehr gesehen, ein Scheißfilm, der ohne Zweifel sehr viel Potential hatte, mit ein bißchen mehr Fingerspitzengefühl tatsächlich sogar weit oben in der Hong-Kong-Liga hätte spielen können, aber so bleibt ein naiver Film, der von der Dramaturgie irgendwo zwischen Ende 70er und Mitte 80er steckt, aber dem einfach die Seele von damals fehlt.
Eine herbe Enttäuschung, daher für mich nicht mehr als 3 Punkte wert.
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