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Descent - Abgrund des Grauens, The (2005)
Eine Kritik von effloresce (Bewertung des Films: 9/10) eingetragen am 23.08.2005, seitdem 340 Mal gelesen
Wow. Fett. Dem kann ich mich nur anschließen. Hier war ein Macher am Werk, der Liebe zum Genre und absolute Treffsicherheit beim Timing beweist. Perfekt ist der erste große Auftritt des (Un)vermuteten, ein ähnlich dezenter Auftritt wie einst bei "Signs".
Das fatalistische Ende war mir allerdings ein bisschen zuviel, ich hatte dergleichen befürchtet.
Die Anleihen bei "Blair Witch" sind offensichtlich, auch hier spielen große Teile des Films im Dunkeln und zeitweise ist die Nachtsicht einer Videokamera die einzige zur Verfügung stehende Beleuchtung. Das (Un)vermutete, das ich zwecks Spoilervermeidung nicht näher definieren möchte, hat Anlaufschwierigkeiten und verwendet eine Tricktechnik wie zu Zeiten von Ray Harryhausen, nur viel schneller, später wird es etwas organischer. Ebenso wie der Blutfaktor, der sich auch an Organischem auslebt.
Viele kleine bis mittlere Schocks, nur zum Teil ausgelöst durch die üblichen effektvollen Lautstärkeschwankungen, in erster Linie zurückzuführen auf die klaustrophobische Grundstimmung.
Hier sind verschiedene Genre-Elemente im positiven Sinn zusammengemischt. Ein bisschen Zombie-Splatter gewissermaßen, ironiefreie "Alien"-Anspannung und naturalistische "Blair Witch"-Beklemmung.
Also insgesamt sehr fette Unterhaltung, treffsicher und interessanter Weise vollkommen frei von männlichen Heldenfiguren, die Höhlenerkundler sind allesamt Frauen.
Von den wenigen Filmen, die ich vom diesjährigen Fantasy Filmfest gesehen habe, ist "The Descent" der Beste, "Sin City" ausgenommen, der lief quasi außer Konkurrenz. ;)
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