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Species (1995)

Eine Kritik von floair (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 17.08.2009, seitdem 241 Mal gelesen


Im Grunde genommen ist "Species" nur ein Klon von "Alien" mit dem großen Unterschied, dass sich das Geschehen rund um das ausserirdische Wesen auf der Erde abspielt. Dank Regisseur Roger Donaldson (Bank Job, Dantes Peak) ist "Species" auch fesselnd inszeniert. Ein Erfolg war es auf jeden Fall, denn der 35 Millionen Dollar teure Sci-Fi-Horror, spielte weltweit über 100 Millionen Dollar ein. Drehbuchautor Dennis Feldman schrieb auch das Screenplay für die zwei minderwertigen Nachfolger.
Für das Modell Natasha Henstrige (Maximum Risk, Species 2) war "Species" der Durchbruch. Man suchte ein völlig neues Gesicht für die Rolle des ausserirdischen Wesens und wurde in der hübschen Natasha fündig. Bis heute ist sie gut im Filmgeschäft.

Dem Wissenschaftler Xavier Fitch (Ben Kingsley) ist es gelungen, ausserirdische DNA mit menschlicher zu kreuzen. Herausgekommen ist Sil, sie sieht aus wie ein normales Mädchen, kann sich aber auch in ein Monster verwandeln. Doch als man das Experiment beenden will, gelingt Sil die Flucht. Sie flieht nach Los Angeles und will sich dort fortpflanzen. Um sie zu finden, stellt Fitch ein Team von Experten zusammen. Nämlich den Kopfgeldjäger Preston Lennox (Michael Madsen), das Medium Dan Smithson (Forest Whitaker) und die Doktoren Laura Baker (Marg Helgenberger) und Stephen Arden (Alfred Molina). Sil ist inzwischen gewachsen und hinterlässt eine Blutspur durch die ganze Stadt.

Man holte sich H.R. Giger, der schon das unheimliche Wesen für Ridley Scott kreierte. Seine Kreatur sieht erneut ziemlich unheimlich aus, leider sind nicht alle Effekte handmade. Aber für Mitte der 90er sind die CGI-Effekte auf sehr hohem Niveau. Der Zahn der Zeit hat allerdings daran genagt. Bei den Goreeffekten hingegen setzte man komplett auf Handarbeit. Meist sind diese Szenen sehr kurz und rar gesäht, aber doch recht blutig. Da bekommt eine Frau auf der Toilette die Wirbelsäule herausgerissen, eine Riesenzunge bohrt sich durch einen Kopf und die Verwandlung von Sil in ein Monster, kann sich auch sehen lassen.

Leider ist erste Halbzeit nur eine triviale Monsterjagd. Sil flüchtet aus der Militärbasis und man fragt sich, warum diese so unzulänglich bewacht ist. Sie hinterlässt einige Leichen, das Expertenteam untersucht und ermittelt, kommt aber immer zu spät. Sil sucht derweil einen Mann, mit dem sie sich paaren kann und muss sich nebenbei erst an das Leben in der Stadt gewöhnen. Doch sie wird immer schlauer und ihr wohlgeformter Körper hilft ihr dabei, sich in der Männerwelt zurecht zu finden. Auch beginnt sie Fitch und sein Team gezielt an der Nase herumzuführen. Sie inszeniert ihren eigenen Tod, verändert ihr Aussehen und es gelingt ihr sogar einen aus dem Team zu töten.

Dabei sorgen nicht nur atmosphärische Morde für Stimmung, sondern zwischendurch auch mal eine Verfolgungsjagd mit schicker Explosion. Eine Prise Erotik darf dabei nicht fehlen. Das Finale ist dann der eindeutige Höhepunkt, wenn es in die Katakomben eines Hotels geht. Dort liefern sich Fitch und der Rest des Teams nochmal einen ordentlichen Schlusskampf gegen die Bestie. Doch wir wissen, dass in solchen Filmen immer etwas übrig bleibt, aber der Schlussgag ist diesmal recht einfallsreich.
Manchmal wünscht man sich eine unheimlichere Kulisse, denn nur die Katakomben im Finale sorgen für Grusel. Die Stadt bei Nacht sorgt für einige tolle Bilder, wirkt aber nur wenig spannungsfördernd. Anders der Score von Christopher Young, der ab und an ein wenig an "Alien" erinnert.

Dafür darf man sich auf viel Prominenz freuen. Oscarpreisträger Ben Kingsley mimt dem unsympatischen Wissenschaftler Fitch sehr überzeugend. Michael Madsen zieht gelassen seine Show ab und darf nebenbei noch seine Kollegin Marg Helgeberger durchs Bett scheuchen. Alfred Molina und Forest Whitaker als Medium überzeugen auch. Aber auch die unerfahrene Natasha Henstrige macht einen guten Job. Natürlich darf sie ihren makellosen Körper richtig zur Show stellen und viel nackte Haut zeigen.

An "Alien" kommt "Species" nicht heran, aber die Non-Stop Hatz auf ein ausserirdisches Monster kommt recht spannend und blutig daher. In Hälfte eins fehlt es an Wendungen, aber danach steigert Donaldson das Tempo und mündet in einem furiosen Finale. Die guten Darsteller reißen viel raus. Recht spannender Sci-Fi-Horror mit einigen erotischen Intermezzos.


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