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Schwert des gelben Tigers, Das (1971)

Eine Kritik von Brodie Bruce (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 28.01.2006, seitdem 756 Mal gelesen


Wieder einer dieser ganz großen Martial-Arts Klassiker.

Die Geschichte um den One armed swordsman wurde nach 2 Prequels weitergeschrieben ......

David Chiang, in den 70ern eine der größten Martial-Arts Ikonen überhaupt, spielt den einarmigen Lei Li, der vor Jahren bei einem unfairen Kampf seinen rechten Arm lassen musste. Nach diesem Kampf zieht sich Lei Li zurück, und schmiedet ein tristes Dasein in einer Gaststätte als Kellner. Dort verliebt er sich in die Tochter des Wirtes. Eines Tages jedoch wird er von dem Söldner Feng erkannt, mit dem er sich dann auch anfreundet. Als Feng und seine Liebste ermordet werden, startet Lei Li einen erbarmungslosen Rachefeldzug.

Gut, die Story ist zwar nicht besonders innovativ, doch wie bei den meisten Kung-Fu Schinken ist sie nur Vorwand für einzigartige Kämpfe.

Anfangs kommt der Film allerdings nicht so recht in Fahrt, es werden auch erstmal die Charaktere vorgestellt.

Anders wie bei anderen Klassikern wie z.B. Iron Monkey, China Swordsman, Fist of Legend etc. die ja auch auf Charakterzeichnung wert legen, nimmt sich für meinen Geschmack Chang Cheh dafür etwas zuviel Zeit. Aber sobald das Thema erledigt ist, gehts auch schon richtig los. An ein paar blutigen Schwertkampfszenen wird ebenfalls nicht gespart. Der Film arbeitet von nun an vom Mittelteil stark aufs Ende hin, bis Lei Li schließlich die Tigerburg erreicht.

Und ab da lässt es Lei Li richtig krachen und schwingt sein Schwert durch mehrere Gegener hindurch. Begleitet wird dieser endlose Run von Lei Li von einer klasse Melodie, die perfekt in den Film hineinpasst. Wenn man bedenkt, das der Film von 1971 ist, ist es schlichtweg wahnsinn was der Film an Martial-Arts hergibt.

Von der Atmosphäre kommt das typische alte Kung-Fu Feeling auf, teilweise ist das Set sogar etwas unfreiwillig komisch. (Ich sag bloß Studiowald.....) Doch es wäre kein Kung-Fu Film, wenn das nicht enthalten wäre :-)

Ungewöhnlich ist jedoch, das der Film ansonsten keine Komik hergibt, in Form von irgendwelchen Sprüchen von Kung-Fu Meistern wie eigentlich üblich für solche Filme. Der Film ist sehr ernst, es ist schon fast ein Rachedrama. Wenn auch nicht gerade ein tiefgründiges wie z.B. Lady Snowblood.

Dumm nur, das es von diesem Film noch immer keine offizielle DVD in Deutschland gibt, geschweige denn in überhaupt fast keinem Land. Es gibt nur ein mäßiges Bootleg bei uns, bei dem jedoch die Qualität noch schlechter ist als mäßiges VHS-Niveau !!! Glaubt mir !!!

Bleibt nur zu hoffen, das irgendjemand mal diesen genialen Shaw Brothers Klassiker rausbringt. Und dann natürlich hoffentlich ungeschnitten ....

9 von 10 Punkten


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