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Zwei glorreiche Halunken (1966)

Eine Kritik von rastafari (Bewertung des Films: 10/10)
eingetragen am 26.07.2008, seitdem 331 Mal gelesen


The Good, the Bad and the Ugly

In den 60ern revolutionierte Sergio Leone den Western und schuf ein neues Genre: den Spaghetti- bzw. Italowestern. In seiner Variation gab es keine echten Helden mehr, jeder war nur noch um seinen Vorteil bedacht. Mit „The Good, the Bad and the Ugly" beendete er seine Dollar Triologie und schuf den Italowestern schlechthin.

Ein namenloser blonder Kopfgeldjäger verdient sein Geld damit, indem er Tuco an die Behörden ausliefert und das Kopfgeld kassiert. Später befreit er ihn, um dann in der nächsten Stadt wieder das Kopfgeld zu kassieren. Doch dann lässt er Tuco in der Wüste zurück. Dieser überlebt und macht sich auf die Suche nach dem Blonden um Rache zu nehmen. Nachdem es Tuco gelingt, den Blonden gefangen zu nehmen, treffen sie auf ihrem Weg durch die Wüste auf eine Kutsche mit toten Südstaatlern. Ein Überlebender verrät Tuco den Namen eines Friedhofs auf dem sich in einem Grab 200,000$ befinden. Den Namen, der sich auf dem Grabstein befindet, teilt er vor seinem Tod noch dem Blonden mit. Notgedrungen machen die beiden sich gemeinsam auf den Weg zu dem Friedhof. Aber auch Angel Eyes hat von dem Schatz gehört.

Wie auch schon in „Für eine handvoll Dollar" und „Für ein paar Dollar mehr" spielt Clint Eastwood hier den namenlosen Kopfgeldjäger und manifestiert seinen Status als cooler Cowboy. Ihm zur Seite stehen Lee van Cleef, der auch schon in „Für ein paar Dollar mehr" mitspielte und Eli Wallach in seiner wahrscheinlich besten Rolle. Eastwood und Wallach als ungleiches Paar auf der Schatzsuche, das passt einfach. Der aufbrausende Südländer Tuco gegen den Blonden, „der das Maul nur aufmacht, wenn's unbedingt notwendig ist". Das passt einfach und der zynische, staubtrockene Humor kommt nicht zu kurz.

Trotz der stolzen Lauflänge von knapp 3 Stunden wird der Film nie langweilig. Fast alle Aspekte eines klassischen Western werden hier abgehandelt: Kopfgeldjäger, Bankraub, Schiessereien und natürlich die klassischen Duelle. Selbst den Bürgerkrieg und dessen grausame Auswirkungen bezieht Leone in sein Werk mit ein. Das Ende, wenn sich die drei auf dem Friedhof duellieren ist Filmgeschichte und wohl das beste Finale eines Western überhaupt. Sergio Leone präsentiert dem Zuschauer jeden Menge schnelle und langsame Schnitte zwischen den Waffen, den Personen und deren Augen. Die Spannung und Anspannung der Drei ist förmlich spürbar. Unterstütz wird die Atmosphäre natürlich vom grandiosen Soundtrack von Ennio Morricone, dem Hauskomponist von Sergio Leone. Das Zusammenwirken von Musik und Bild ist einfach genial und einzigartig.

Fazit

Sergio Leone schuf nicht nur einen genialen Western, sondern wohl einen der besten Filme aller Zeiten. Der Film zog eine Welle von Italowestern nach sich, aber keiner hatte je die Qualität dieses Films. Clint Eastwood manifestierte hiermit seinen Status als Superstar. Ein Muss für jeden Western- bwz. Filmfan und wer den Film noch nicht kennt: Unbedingt ansehen.

10/10


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