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Vier Brüder (2005)

Eine Kritik von zeckpetzki (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 29.12.2005, seitdem 385 Mal gelesen


Vier Brüder auf der Suche nach den Mördern ihrer Adoptivmutter

Seltsame Brüder sind sie schon, die vier Herren, zwei schwarz, zwei weiß. Doch eines haben sie gemeinsam – sie wurden einst adoptiert und dadurch zu Brüdern. Als nun ihre Adoptivmutter bei einem Raubüberfall auf einen Tante-Emma-Laden getötet wird, treffen sich die vier nach langer Zeit zum ersten Mal wieder. Kein schöner Anlaß für Bobby, Jack, Jerry und Angel, die sich nun auf die Suche nach den Mördern der Mutter machen. Schnell finden sie heraus, daß deren Tod keineswegs zufällig geschah, sondern vielmehr mit kriminellen Entwicklungen in Detroit zu tun hatte. So arbeiten sich die Brüder nun die Leiter des Verbrechens hinauf, mit rüden Methoden, und entlarven nicht nur einen korrupten Polizisten und einen Politiker, sondern können auch direkt Rache nehmen am Auftraggeber des Mordes. Dumm nur, daß nicht alle Brüder diesen Rachefeldzug überleben.

Gedreht in Toronto, spielend in Detroit – eine ganz klassische Rachegeschichte im Stil eines Westerns. So etwas hat man in den letzten Jahren nur selten gesehen, man fühlt sich unwillkürlich an die guten alten Achtziger erinnert, wo Männer noch Männer waren, die Rache als tägliches Brot konsumierten. Da ist Mark Wahlberg, der älteste der Brüder, noch barfuß der Blechmusik hinterhergelaufen...aber jetzt darf er auch mal ran. Die Story gewinnt ganz sicher keinen Blumentopf, aber das muß sie auch nicht, denn es geht ganz simpel ausgedrückt nur um eines: Rache.

Diese Geschichte wird frei von Effekten inszeniert und erzählt, hier und da mal ein Feuergefecht oder ein bißchen zahme Folter, ansonsten Szenen aus dem gemeinsamen Leben der vier Brüder. Fast kommt ab und an Langeweile auf, und so richtig gemeuchelt wird auch nicht. Aber dennoch – die Farbegebung ist genauso düster wie die Story, die Brüder sind ebenso Gangster wie die, denen sie folgen, die Polizei korrupt, es schneit – das alles ist ein prima Rahmen für eine geradlinige Rachestory, aber mehr auch nicht. Überraschungen gibt es nicht, auch wenige Wendungen oder falsche Fährten, aber das ist im Genre ja nicht nötig. So richtig hart geht es nicht zur Sache, aber für einen soliden Selbstjustizfilm ( uhhh, böses Wort ) reicht es allemal. Ruppige Männer mit einem ganz besonderen Auftrag, so etwas ist immer schön zu sehen – 8/10.


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