Ansicht eines Reviews

Vier Brüder (2005)

Eine Kritik von Onkel (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 10.05.2006, seitdem 299 Mal gelesen


Regisseur John Singleton ("Shaft", "Boyz in the Hood") tat mit "Vier Brüder" das, was er wohl mtl am besten beherrscht: Ein stilsicheres Actiondrama im ruppigen Vorstadt-Szenario inszenieren.

"Vier Brüder" überrascht durch seine nüchtern-realistische Umsetzung schon mit dem Auftakt positiv: Ein Raubüberfall fordert das Leben des Ladeninhabers und einer sich scheinbar zur falschen Zeit am falschen Ort befindlichen alten Dame. Im Folgenden geht es erstmal ruhiger zu und die titelgebenden Brüder-Charaktere werden eingeführt, erste Pivatermittlungen zum tragischen Geschehen angestellt.
Bombastische Effektorgien und ausgeklügelte Kameraspielerreien gehören kaum zum Repertoire der gut 100-minütigen, Selbstjustiz predigenden Rachestory. Stattdessen prägen atmosphärische, triste Bilder des verschneiten Detroit das optische Erscheinungsbild.
Die Action hält sich insgesamt zurück, bietet aber trotzdem punktuell einige echte Highlights: An der Spitze steht hierbei eine klasse umgesetzte, bleihaltige Schiesserrei rund um das traute Heim der "Vier Brüder" (deren Entstehungsweise im Bonusmaterial der DVD anschaulich geschildert wird). Aber auch eine nächtliche Autojagd mit anschließender ABrechung kann sich durchaus sehen lassen. Ansonsten gibt es "leider" nur noch einige wenige Schläge und "Ermittlungsaktionen". Gerade im Hinblick auf das actionmäßig schwache Finale in der reinen Actionmenge trotz aller handwerklichen Klasse doch eine gewisse Enttäuschung!

Doch die Qualität des Gezeigten stimmt schnell versöhnlich. Auch wenn die Story alles andere als komplex geraten ist, so verdankt sie doch vor allem ihren nicht unsympathischen Charakteren einen grundsoliden Reiz. Man folgt den vier, in vielerlei Hinsicht sehr ungleichen Brüdern gerne auf ihrem kompromisslosen Kreuzzug gegen das suburbane Verbrechen, erlebt dabei aber auch emotinale und witzige Momente.
Es ist wirklich erfreulich, mal wieder ein Actiondrama zu sehen, in welchem nicht nur Blei und Fäußte regieren; Schön, dass die Komponente "Drama" hier zumindest vodergründig für "gehobenere" Action-Unterhaltung sorgt!

Überzeugend gibt sich abschliessend auch der Cast. Mark Wahlberg ist mittlerweile zum ernstzunehmenden Darsteller herangereift und wird auf seinem improvisierten Rachefeldzug durch den bulligen Tyrese Gibson, den eher fuchsigen André Benjamin und den jungen Garrett Hedlund sehr stimmig unterstützt. Ungleicher könnten die vier Brüder in der Tat kaum sein...

Fazit: Realistisch-harte Vorstadt-Action mit gutem Cast und einer stimmungsvollen Umsetzung. Zwar dominiert die Action nicht den Film, doch sorgen gelungene Charaktere und eine dichte Atmosphäre dennoch für spannende 100 Filmminuten. Etwas enttäuschend fällt leider das Ende aus, auch hätte die Story einen zusätzlichen Schuss Innovation gut vertragen können.


Surprise me!
"Surprise me!" BETA
Lassen Sie sich überraschen! Wir führen Sie zu einem zufälligen Treffer zu einem Thema Ihrer Wahl... Wollen Sie eine andere Kritik von "Onkel" lesen? Oder ein anderes Review zu "Vier Brüder (2005)"?


Zur Übersichtsseite des Films
Liste aller lokalen Reviews von Onkel

Zurück





Copyright © 1999-2012 KI Media GbR
Alle Rechte vorbehalten.
Nutzungsbedingungen · Werben · Impressum
Hosted by Net-Build



Quicksearch






User-Center

Benutzername: 
Paßwort:
Login nur für diese Sitzung:

·

306 Besucher online





Abonnement


Abonnement - Bitte erst anmelden
Melden Sie sich bitte an, um Abonnements vornehmen zu können



Neue Reviews


Ich spuck auf dein Grab (1978)
Paragraph 78: Punkt 1 (2007)
Traxx (1988)
Scorpion King 3 - Kampf um den Thron, The (2012)
Men Suddenly in Love (2011)



News


Unser News-Bereich wurde überarbeitet und wird in Kürze weiter ausgebaut werden, damit Sie stets aktuell über alle Neuigkeiten rund um die Welt des Films informiert sind.

» Zum neuen News-Bereich