Eine Kritik von bodycounter (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 11.05.2006, seitdem 324 Mal gelesen
Bei Four Brothers handelt es sich um einen konservativ inszenierten, aber unterhaltsamen Film.
Eine alte Frau, die sich um Straßenkinder sorgt, wird während eines Ladenüberfalls exekutiert. Ihr 4 Adoptivsöhne wollen sich dafür rächen und bahnen sich ihren Weg mit reaktionärer Gewalt durch die New Yorker Unterwelt...
John Singleton, bekannt für seine realistischen Ghetto-Studien versuchte sich nun an einem "normalen" Actionthriller, und das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Die Darsteller agieren mehr (Terence Howards) oder weniger (der Rest) überzeugend. Ich will hier ja nicht erbsenzählen aber was u.a. Mark Whalberg für eine Performance liefert ist für seine Rolle nicht gerade adäquat.
Die Story ist ziemlich banal und die tragischen Elemente werden auch noch durch peinlich-schnulzige Passagen ausgeweitet, so z.B. die Szene als die 4 beim Essen sitzen und einer nach dem anderen von der Alten halluziniert, die ihn jeweils auf die richtigen Tischmanieren hinweist. Aber der Film hat auch durchaus seine guten Momente, in denen die Hauptdarsteller über irgendwelche Hinterhöfe oder Bars jagen, um die Schuldigen zu finden. Der Film baut auch durch die sehr schönen Settings eine passend realistische , ja zuweilen fast dokumentarische Atmosphäre auf, die noch durch die schwachen Farben unterstrichen wird. Die Action ist Singelton-typisch eher selten und dann auch sehr realistisch ohne große Stunts oder Zeitlupe gemacht, passt deshalb auch gut zum Rest des Films.
Alles in allem ein ansehbarer Film mit eher schlechten Darstellern, einem ausgelutschten Plot aber einer klasse Inszenierung.
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