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Pusher 3: I'm the Angel of Death (2005)
Eine Kritik von Film-Imperator eingetragen am 18.12.2010, seitdem 337 Mal gelesen
Pusher 3: I`m the Angel of Death
Pusher 3 ist für mich der Höhepunkt der Trilogie, den filmisch und schauspielerisch ist er äußerst gelungen. Ausstattung, Schnitt und natürlich die hervorragende Kamera von Marten Soborg tun ihr übriges. Auch der Regisseur scheint bei diesem Film langsam zu seinem für ihn typischen Stil zu finden.
Winding - Refn schrieb diesmal Gangster Milo als Hauptfigur. Das ist unerwartet für viele, doch letztlich konsequent, da somit jeder Film der Reihe einzeln gesehen werden kann. Aber immer wieder kreuzen sich die Wege der Figuren serienübergreifend.
Die Musik ist über jeden Zweifel erhaben, düstere Industrial Klänge, wabernde Klangteppiche ziehen einen in einen Sog wie Milo selbst die Geschehnisse. Man hätte hier leicht in Versuchung geraten können, übliche Gangster-Film Musik einzusetzen, um zum tausendsten Mal Scorsese etc. zu kopieren.
Gerade die Erwartungen der Zuseher nicht zu erfüllen in vielen Szenen macht die Stärke des Films aus. Action gibts kaum, keine Verfolgungsjagden und Schießereien. Es dreht sich alles um die Story, die Figuren und deren Handlungen. Das äußerst brutale Ende wird auch sehr sachlich dargestellt, Kriminelle üben eben ihr 'Handwerk" aus. Zu erwähnen sei auch, daß die Darstellung der Unterwelt mit Serben und Albanern vortrefflich ist. Wer (wie ich) mit diesen Menschen zu tun hat oder hatte, sei es beruflich oder privat, muß zugeben, daß Ausdrucksweise und Körpersprache extrem authentisch ist.
Alles in allem ein hervorragender Film und jedem Fan von anspruchsvollen Charakter-Studien nahezulegen. Auch Gangsterfilm-Fans, die mal einen ungewöhnlichen Streifen mit super Milieu-Atmosphäre sehen wollen.
Mein Fazit: Film ansehen, sonst holt euch der Angel of Death!
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