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Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen (2005)

Eine Kritik von zeckpetzki (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 07.11.2005, seitdem 362 Mal gelesen


Leidlich amüsantes Knetmasseabenteuer mit einigen Hängern

Nun also in Langfilmdauer auf der großen Leinwand: der trottelige Wallace und sein cleverer Hund Gromit. Was hat man sich gefreut, wenn man die Aardman-Studios und ihren teils subversiven Humor kennt -hier darf verwiesen werden auf die "Angry-Kid"- Serie unter www.atomfilms.com. Wie groß waren die Erwartungen - und wie hart ist man auf den Boden zurückgeholt worden. Denn der Film ist sicher hinsichtlich der Animationen über jeden Zweifel erhaben, steckt sicher auch voller Verweise auf den einen oder anderen bekannten Film, ist aber trotz des grandiosen Intros stellenweise leider nur zäh und sogar langweilig. Und auch wenn ich mich mit dieser Aussage alsbald in dieser Gemeinde von allen Seiten schlagen lassen muß - man hätte mehr draus machen können.

Die Handlung ist schnell erzählt: Kaninchen gefährden mit ihrem Appetit auf Grünzeug das alljährliche Gemüsefestival und die dabei einhergehende Prämierung des besten Gemüses. Wallace & Gromit greifen da mit ihrer Firma Anti-Pesto zunächst erfolgreich und von den Einwohnern des Dörfches umjubelt ein, doch ein fehlgeschlagenes Experiment von Wallace bringt ein Riesenkaninchen hervor, dessen Vernichtung dem Duo nun als oberstes Ziel gilt, zumal Wallaces aufkeimende Liebe zu einer englischen Gräfin durch einen schießwütigen und hasenfeindlichen Lord aufs Äußerste gefährdet ist. Einige tollkühne Aktionen später ist endlich Friede im kleinen englischen Landstrich, hinfort das Großkarnickel - ein wahrer Triumph für die Helden von Anti-Pesto.

Manches an diesem Knetgummiabenteuer ist wirklich gelungen, beispielsweise die Filmmusik oder die immer stimmigen Animationen - erstaunlich, was man aus Knetmasse mit viel Liebe alles machen kann. Die Fülle der Details ist sagenhaft, und schon die ersten zehn Minuten reizen immer wieder zum Lachen. Doch dann verflacht die Story, die Plattheiten des menschlichen Daseins schlagen durch, insbesondere in den Personen des toupettragenden Lords und der Gräfin. Und auch die Wer-Kaninchenstory ist nicht unbedingt lustig, für Kinder zu gruselig, für Erwachsene viel zu fad. Da reißen auch die lustigen Details nichts raus, man hat teils Mühe, die Augen offenzuhalten - und das ist an sich der Todesstoß für einen Film. Wäre da nicht der Vorfilm mit den Pinguinen aus Madagascar gewesen und nicht das eine oder andere skurille Detail...dann hätte es nicht mal für 5/10 gereicht.


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