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Wallace & Gromit: Auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen (2005)

Eine Kritik von kruchtenkaiser (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 26.05.2006, seitdem 328 Mal gelesen


Die Knetgummi-Figuren erobern endlich die Leinwände dieser Welt! Nachdem die beiden Freunde Wallace und Gromit bereits mit ihren Kurzfilmen auf den Fernsehschirmen rund um den Globus für Furore sorgten und zwei Oscars einheimsen konnten, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis die beiden Freunde, der Käse liebende Wallace und seiner treuer Hund und Freund Gromit, ihren Weg auf die Kinoleinwand finden würden. Diesmal sollte es nicht um eine Technohose (1993) oder Schafe (1995) gehen, diesmal sollte ihr Gegner mächtiger sein als alles, mit dem sie zuvor konfrontiert wurden: ein Riesenkaninchen!

Kurz vor dem Festival des Riesengemüses macht eine Kaninchenplage den Gärtnern in der Heimatstadt von Wallace und Gromit das Leben schwer. Unsere beiden Helden schlagen daraus Profit und engagieren sich als hauptamtliche „humane“ Kaninchenjäger. Doch eines Tages taucht ein Kaninchen auf, das so groß und so gefräßig ist, dass die ganze Stadt in Angst und Schrecken versetzt ist…

“Tut Buße, tut Buße, sonst trifft euch der unbändige Zorn des… Riesenkaninchens!“

Ja, der Herr Pastor hat Recht: die Sündigen überfällt das Riesenkaninchen am ehesten. Aberwitzige Stories kannten wir ja bereits aus der Vergangenheit von den „Wallace & Gromit“-Machern Nick Park und Steve Box, aber im Falle von „Wallace & Gromit: The Curse of the Were-Rabbit“ haben sie sich noch einmal übertroffen: 80 Minuten lang feuern die beiden Knet-Künstler einen Gag nach dem anderen ab, präsentieren urkomische Charaktere und entwickeln so eine Story der allerersten Klasse. Für 80 Minuten tauchen wir ab in die knallig bunte Welt von Wallace und Gromit, eine Welt, in der alles bunter als bunt ist, eine Welt, in der Hunde Auto fahren und Kaninchen sprechen können.

Beim ersten Eintauchen in diese Welt beginnen wir ganz traditionell mit der Einführung der jeweiligen, für die Story relevanten Charaktere, um anschließend langsam aber sicher auf die eigentliche Haupthandlung hinzuarbeiten. Es wird zwar relativ schnell klar, in welche Richtung die Handlung arbeitet, aber langweilig wird’s eigentlich nie. Zu rasant und zu komisch wird die Geschichte vorangetrieben, und es wird erneut bewiesen, dass es nicht immer computer-animierter Trickfilmspaß sein muss, der für Freude sorgen kann.

Wer auf abgedrehte Handlung steht und auch gerne einmal einen Trickfilm schaut, ist bei „Wallace & Gromit“ bestens aufgehoben. Das war vor über 10 Jahren bei ihrem ersten Abenteuer so, das ist heute so und das wird auch in Zukunft noch so sein. Mit „Wallace & Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen“ ist ein genialer Trickfilm entstanden, der sowohl junges als auch altes Publikum gleichermaßen begeistern kann. 9 von 10 Karnickel-Fallen!


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