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Flightplan - Ohne jede Spur (2005)

Eine Kritik von Schwarz (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 26.04.2006, seitdem 158 Mal gelesen


Um ihren toten Mann in die USA zurückzuführen, checkt die Witwe Kyle Pratt mit ihrer kleinen Tochter Julia am Berliner Flughafen ein. Nachdem sie an Bord kurz einnickt, ist die Kleine verschwunden, schlimmer noch, scheinbar hat sie an Bord niemand gesehen. Mit Vehemenz verlangt die Mutter eine schier unmögliche Suchaktion von der Crew, während die Fakten immer mehr nach Wahnvorstellungen aussehen. Trotzdem hält die Mutter alle Anwesenden für Geisterfahrer, wittert die große Verschwörung und, welch Überraschung, beschuldigt mitreisende Araber der Entführung ihrer Tochter. Hirngespinst durch den traumatisierenden Tod ihres Mannes oder nicht, das ist die große Frage in diesem Thriller, bei dem Jodie Foster in der Hauptrolle einmal mehr das zerstörte Familiendrama erleidet. Hoffnung im rührseligen Mittelteil bringt die salbungsvolle Therapeutin an Bord und der Skymarshall begleitet die für verrückt und später sogar gefährlich erklärte Frau auf die Toilette. Der konstruiert erzwungenen Dramatik verleiht dies szenisch sogar etwas unfreiwillige Komik, bis die aufrichtige Mutter, die doch nur um ihre Tochter kämpft, schmachvoll vor den applaudierenden Fluggästen auch noch als Gefangene behandelt wird. Man fragt sich irgendwann, wie sich das Drehbuch da eigentlich noch mit einer halbwegs adäquaten Auflösung heraushangeln will, denn der Plot führt immer weiter in eine Sackgasse. Der einzige Zeuge, der Zuschauer nämlich, hat sie doch auch gesehen, die kleine Julia. Die Lösung ist auf jeden Fall ganz unmysteriös und präsentiert die etwas in die Jahre gekommene Triebwerksingenieurin an Bord des Passagierflugzeugs als ortskundige Actionheldin. Zweifelt irgendjemand an einem Happy End eines solch durch und durch amerikanischen Thrillers? Wohl kaum. Damit präsentiert sich Robert Schwentke ("Tattoo") mit einer technisch beachtlichen Regie für Hollywood, nicht ganz so anbiedernd wie damals Roland Emmerich vielleicht, doch ohne Ecken und Kanten. Filmisch interessantes oder spannendes Kino ist das allerdings nicht und wird höchstens Fans von Jodie Foster begeistern, der wir mit Mitte Vierzig glauben sollen, noch einmal Mutter geworden zu sein. Zwar auf andere Art, doch ähnlich billig, wie Wes Cravens Flugzeugthriller "Red Eye".

Fazit: Konventioneller Thriller, der erst vorgibt, eine extravagantere Variation des „Spurlos Verschwunden“-Themas zu behandeln, um dann mit einem plumpen Kurswechsel zu enttäuschen. Immerhin das überrascht.4/10 Punkten


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