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Flightplan - Ohne jede Spur (2005)

Eine Kritik von schatzibobbers (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 13.08.2006, seitdem 251 Mal gelesen


Nachdem Jodie Foster eine meiner Lieblings-Schauspielerinnen ist, war es an der Zeit sich ihrem neuestem Werk "FLIGHT PLAN" zu widmen. Von der Kritik eher zwiespältig aufgenommen und an den Kinokassen nicht gerade der Brecher gewesen waren meine Erwartungen eher niedrig gestimmt.
Los geht's!

Wir begleiten Kyle Pratt (Foster) und ihre Tochter während ihres letzten Abend in Berlin, kurz bevor sie ihren Heimweg in die Staaten antritt. In der düsteren und ruhigen Grundstimmung weiß man zuerst nicht, worauf das Ganze hinauslaufen soll und harrt gespannt der Dinge, die da kommen mögen. Es passiert zwar nicht viel, Langeweile kommt aber auch nicht auf.
Die Situation eskaliert am nächsten Tag an Bord der Maschine in die Heimat, als nach kurzer Zeit Julia spurlos verschwunden ist. Der Film macht sich dabei die Enge der örtlichen Begebenheit zunutze, als Kyle verzweifelt versucht, ihre Tochter wieder zu finden. Während sie selbst immer mehr an ihrem Geisteszustand zweifelt machen wir uns selbst Gedanken, ob es sich um eine Verschwörung an Bord handelt oder Jodie Foster gar einen schizophrenen Charakter spielt. In dieser langen Phase der Unwissenheit erzeugen die mysteriösen Ereignisse eine spannende Atmosphäre, die hauptsächlich der schauspielerischen Leistung von Jodie Foster zuzuschreiben ist.

Als nach ca. einer Stunde die Geschichte durch Aufklärung der Situation eine Wende nimmt, fällt die Spannung extrem ab - alle rätselhaften Vorkommnisse wurden - im wahrsten Sinne des Wortes - über Bord geworfen. Was für die letzten Minuten bleibt ist schlussendlich ein durchschnittlicher Thriller mit mäßigem und teilweise auch reichlich überzogenem Ausgang. Robert Schwendtke, der mit TATTOO bereits einen sehr guten Thriller abgeliefert hat, zeigt bei der visuellen Inszenierung zwar handwerkliches Geschick und das Ergebnis ist ohne Zweifel alles andere als schlecht - aber gegen die Schwächen der Story steht der Regisseur von vorne herein auf verlorenem Posten.

Schade, dass die gute Idee nicht genügend Substanz über die volle Laufzeit entwickeln konnte, dass mich das Teil am Ende aus den Sitzen reißen konnte.
Im direkten Vergleich der Flugzeug-Thriller 2005 (RED EYE) trennen sich die beiden "Mannschaften" somit nach jeweils 90 Minuten mit einem leistungsgerechten Unentschieden. Da wäre mehr drin gewesen als gute Durchschnittsware, die man kein zweites Mal ansehen möchte!

(6,5 / 10)


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