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Flightplan - Ohne jede Spur (2005)

Eine Kritik von E.M. (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 06.04.2007, seitdem 207 Mal gelesen


Unter der Regie des Deutschen Robert Schwentke entstand 2005 der laut Covertext der DVD "Hochspannungsthriller des Jahres, der Hitchcock-Elemente und rasante Action zu einem wilden und nervenaufreibenden Ritt verbindet. Nervenkitzel pur!" ...

Soweit die werbewirksamen Versprechungen, die man auch gerne glauben mag - verbindet man doch gerade den Namen der Hauptdarstellerin, nämlich niemand geringeres als Oscarpreisträgerin Jodie Foster,  mit intelligenten, hochspannenden und gut durchdachten modernen Klassikern des Thrillergenres (DAS SCHWEIGEN DER LÄMMER, PANIC ROOM).

Soweit so gut: die ersten 3/4 des Filmes trifft das Versprochene auch zu! Ein optisch stimmiger Anfang des Filmes, tolle Kameraarbeit im Flugzeug und ein wirklich überzeugender Spannungsaufbau sorgen für beste Unterhaltung. Fosters Darstellung einer verzweifelten Mutter sind wiedermal über jeden Zweifel erhaben und auch der Rest der Darsteller machen einen guten Job. Dabei bleibt es stets spannend, welche Richtung der Handlungsverlauf denn am Ende nehmen wird. Und die tatsächliche Wendung in der Story erscheint schliesslich auch sehr logisch!

Ab dem Zeitpunktallerdings, ab dem man sicher ist, wie es denn weitergeht in der Story, wird es dann holprig. Sehr holprig!

Ohne auf diese Ungereimtheiten näher eingehen zu wollen (da ich über die Story nichts verraten will) muss man sich Fragen, ob  man sich als Autor beim Schreiben eines solchen Drehbuches nicht ernsthaft fragt, ob dem späteren Zuschauer des fertigen Filmes solche wirklich unübersehbaren Schwachstellen nicht auffallen?! Und noch viel schlimmer: Glauben die Studios, die einen solchen Film finanzieren denn, dass man so Leute unterhalten kann? Wurde Jodie Foster zu diesem Film gezwungen, denn sie wird ja wohl das Drehbuch vorher gelesen  und, hoffentlich, auch verstanden haben?! Fragen über Fragen!

Die hat man dann am Ende, wenn der Abspann des Filmes beginnt, allerdings nicht mehr - zumindest nicht über die Logik des Filmes. Denn es steht am Ende definitiv fest: man wurde als Zuschauer nichts anderes als bewusst verschaukelt: Und zwar mit einer Story, die konstruierter und löchriger nicht sein könnte!

Ein seltenes Beispiel für einen Film, der es schafft fast 70 Minuten absolut zu fesseln, um dann zu verpuffen wie eine Seifenblase.

Und das traurigste: am Ende hat man einfach nur das Gefühl, seine Zeit sinnlos verplempert zu haben!


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