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Flightplan - Ohne jede Spur (2005)

Eine Kritik von Schlombie (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 13.10.2007, seitdem 255 Mal gelesen


Etwas aufgesetzt mag der Grundplot schon wirken, das ändert aber nichts daran, dass in diesem Film ziemlich schnell eine großartige Atmosphäre aufkommt, gemischt aus Spannung und Panik. Letzteres betrifft nicht nur das vermisste Kind, es ist vor allen Dingen auch die Isolation. Von anderen abgekapselt und für verrückt erklärt, davon nimmt der Film einen Hauptteil seiner Stärke. Der langsame Weg in diese Isolation wird ebenfalls hervorragend begleitet. Neben der großartigen Jodie Foster spielen jede Menge anderer guter Schauspieler. Diese dürfen dank des Buches glaubwürdige Charaktere spielen. Insbesondere der Kapitän sei hierbei hervorgehoben: Seine Entscheidungen sind nachvollziehbar und die seines Berufes würdig. In der ersten Hälfte des Thrillers überzeugt auch der Sicherheitschef sehr gut.
Und dann kommt die zweite Hälfte des Filmes. Bis hier hin herrschte ein Übermaß an Spannung, der Zuschauer war gefordert und das Drehbuch schien gut. Doch vorbei der ganze Zauber, als sich der Autor des besagten Buches entscheidet, die großartige Atmosphäre mit einer banalen Auflösung verpuffen zu lassen. Nun soll der Zuschauer eingeweiht sein und mit Foster mitfiebern anstatt sie anzuzweifeln. Dumm nur, dass die Wendung a) extremst unglaubwürdig ist (woher hätte jemand all das vorher planen können, wenn man gar nicht weiß wann und ob die Frau einschläft, und woher will man bitte vorher wissen, dass keiner das Kind sehen konnte?) und b) erschreckend einfallslos. Da hätte ich mir doch eher die andere schwache, aber wenigstens glaubhafte, Alternative gewünscht, dass die Frau spinnt. Wäre es nach mir gegangen, hätte ich Jodie Foster irgendwann vom Kapitän an einem Flughafen rauswerfen lassen, und der Film qwäre ohne sie weiter gegangen. Der Sicherheitschef würde einen Hinweis entdecken und der grausamen Wahrheit auf die Spur kommen. Was auch immer das wäre wäre mit Sicherheit mehr Anforderung an den Schreibenden gewesen als das lahme Etwas was uns hier als Auflösung präsentiert wird. Und selbst mit Jodie Foster in der zweiten Hälfte würde mir spontan noch mindestens eine bessere Alternative einfallen als der Murks den dieser Film hier serviert.
Was solls, auch mit schlechtem Drehbuch in dieser besagten zweiten Hälfte können die guten Darsteller noch einiges raushauen, Spannung kommt im routinierten Maße immerhin auch noch vor, und wenn man es schafft die Erwartungshaltung nun ganz nach unten zu legen (was nach der starken 1. Hälfte wirklich schwer fällt) wird man immer noch nett unterhalten. Der Film hätte locker seine 8 kriegen können und macht einen Sturzflug auf eine immerhin noch akzeptable 6 von 10 Punkten.


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