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Flightplan - Ohne jede Spur (2005)

Eine Kritik von zeckpetzki (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 25.06.2008, seitdem 230 Mal gelesen


Jodie Foster gegen einen bösen Plan...24.06.2008

ich mag Jodie Foster nicht, Und ich mag es nicht, wenn Kinder in Filmen mitspielen und "Mammy" rufen. Schon also hat man zwei Argumente zur hand, um diesen Film sofort zu verdammen. Aber dennoch...er war billig, ich konnte einen alten Heuler dagegen eintauschen, und wer meine Kritik zu Before Sunrise gelesen hat, weiß, was ich meine. Also ans werk, was schwierig ist, wenn man schon Vorurteile hat und zudem den ähnlich gelagerten Red Eye auch schon schlecht bewertet hat...da ist es nicht weit her mit der Objektivität. Doch schnell wird man als kritischer Seher eines besseren belehrt, denn der Film fängt spannend an.

Jodie Foster spielt die Flugzeugingenieurin Kyle, die sich mit Tochter Julia und Mann auf den Weg von Berlin nach New York macht, im Flieger natürlich. Während Mutter und Tochter gute Plätze haben, reist der Gemahl im Frachtraum, er ist nämlich tot und wird nach Hause überführt. Kyle ist von der ersten Minute an leicht hysterisch, das paßt prima zu Frau Foster. Das Kind hat den Tod des Vaters noch nicht überwunden und sieht blaß aus, ein Teddy mit nur einem Arm - ein schönes metaphorisches Bild, sind doch die Eltern auseinandergerissen, und es fehlt dem Mädel was - sorgt für Ausgleich in schweren Zeiten. Doch plötzlich, nach drei Stunden Flug, ist es weg, das Kind, und keiner hat es gesehen. Auch nicht am Gate, und auch auf der Passagierliste taucht es nicht auf. Die Bordkarte ist ebenfalls weg...und die Mutter zusehends am Ende ihrer Kräfte.

Eine Psychologin kommt zum Gespräch, ein Sky-Marshal verspricht Hilfe, böse Araber an Bord laden als Angriffsfläche ein, indes, die Geschichte hat eine ganz einfache Auflösung. Und genau das ist schade, denn die erste Hälfte des Streifens ist spannend und nachvollziehbar...wer schon mal geflogen ist, weiß, wie wenig man auf seine Sitznachbarn achtet. Bis dahin also ist alles richtig, doch als Frau Foster dann den Pulli auszieht und durch die Schächte des Fliegers krabbelt, als wäre Stirb langsam im Bordkino gelaufen, kippt der Film völlig ins Abstruse, denn der Plan hinter dem Flugplan ist so an den Haaren herbeigezogen, daß man ihn nicht glauben will...oder kann...zudem noch einige kleinere Unwahrscheinlichkeiten den an sich recht realistischen Filmansatz zunichte machen. Schade um die gute Grundidee, aber da hat sich der deutsche Regisseur wohl nicht durchsetzen können...und Frau Foster mag ich auch nach diesem Film immer noch nicht - 6/10.


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