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Passwort: Swordfish (2001)

Eine Kritik von Schlafzimmerbett (Bewertung des Films: 4/10)
eingetragen am 06.05.2008, seitdem 428 Mal gelesen


Stanley ist ein Hacker. Nicht nur weil ihm das besonders Spaß macht ist er auch besonders gut darin, nein, sein Erfolg rührt vielmehr von der Tatsache her daß er die Codes mehr oder weniger fühlt und vor seinem geistigen Auge sehen kann. Für vorangegangene Straftaten landet er im Knast, als er freikommt ist Frau und Kind weg. Seine Frau ist zur Alkoholikerin mit zweifelhaftem Umgang geworden, daher versucht Stanley mit allen Mitteln für das Sorgerecht seiner Tochter zu kämpfen. Was ihm fehlt ist vorallem Geld um den teuren Anwalt und einen Prozeß ums Sorgerecht finanzieren zu können. Da kommen 10 Millionen Dollar, angeboten von einem dubiosen Mann namens Gabriel Sheer gerade recht. Gabriel schafft es mit Hilfe der bezaubernden Ginger Knowles Stanley davon zu überzeugen für ihn tätig zu werden und bei einem großen Deal mitzuwirken - indem Stanley das tut was er am besten kann: Computer und deren Codes knacken.

Die dahinter steckende Story ist banal und nicht von weiterem Belang. Stanley durchlebt mit Ginger und Gabriel eine abwechslungsreiche Zeit, die im Filmverlauf zunehmend auch für ihn gefährlich wird - gegen Ende scheint er fast mit seinem Leben für seinen Einsatz bezahlen zu müssen. Doch Hollywood wäre nicht Hollywood wenn am Ende nicht das Gute siegt und das Böse verliert. Und Hollywood wäre auch nicht Hollywood wenn Action zu kurz kommen würde. Als erotisches Quotenweib dient diesmal Hale Berry und ihre nackten Titten, John Travolta mimt etwas unentspannt den zwielichten Gabriel Sheer, Stanley wird von Hugh Jackman verkörpert - gut aussehend aber zu sonst wenig fähig.

"Paßword Swordfish" ist blass, mit einer zu abstrusen Story, mit zuvielen Wirren die den Zuschauer abschalten lassen anstatt zu fesseln. Vielleicht wollte Dominic Sena einfach zuviel des Guten, doch sein Feuerwerk an Überraschungen überfordert den Zuschauer schlicht und einfach, so daß wenig vom Inhalt hängenbleibt und sich eine gleichgültige Stimmung zum weiteren Geschehen einstellt. Wenn wenigstens die Action entschädigen könnte - doch die wirkt billig, die Dialoge nüchtern und wenig einfallsreich, selbst Hale Berrys Rolle als undurchsichtige Ginger entschädigt kaum und kann wenig begeistern.

Ein überflüssiges Stück Film auf das man getrost verzichten kann.

(4/10)


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