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Passwort: Swordfish (2001)

Eine Kritik von zeckpetzki (Bewertung des Films: 8/10)
eingetragen am 16.08.2002, seitdem 503 Mal gelesen


Um an Geld zu kommen, darf man als amerikanischer Agent alles...

Travolta spielt in diesem als Hacker-Thriller etikettierten Film einen gaaaanz undercover arbeitenden Spezialagenten, der sich die auf einem Anderkonto liegenden Milliarden der DEA aneignen will, da das Geld dem Feldzug gegen Amerika bedrohende Terroristen sehr dienlich ist. Ähnlich wie bei den "Usual Suspects" steht eine Explosion am Beginn des Films, die recht heftig ausfällt. Da wirbeln Polizisten durch die Luft, da zersprengt es Unschuldige, nun ja, manchmal möchte man Agent der Amerikaner sein, obwohl, möchte man das wirklich ?

Erzählt wird dann die Geschichte, die zu der Explosion führt, diese ist nicht wirklich brilliant, aber recht unterhaltsam. Schließlich, in den letzten Minuten des Filmes, geht es noch um die Flucht der unter Travolta agierenden Gang. Bei dieser spektakulären Flucht werden einige Elemente aus "Speed" wieder verwendet, die Flucht aber ist ebenso gut inszeniert.

Neu ist das alles nicht, weder die Geschichte, noch das Styling, noch die Aktion. Aber es ist immer wieder vergnüglich, Travolta in einer Rolle als Bösewicht zuzusehen, die er anscheinend zu seiner liebsten machen will. Die anderen Schauspieler sind nicht wirklich wichtig, nicht schlecht und ganz hübsch anzusehen. Ach, ein Kind kommt auch vor, dem darf natürlich nach dem Grundgesetz des amerikanischen Filmes ( Tötet alle - aber keine Kinder und Hunde ) nichts passieren.

Der Film ist politisch korrekt - wenn man amerikanischer Staatsbürger ist. Aber es ist vermessen, sich darüber aufzuregen, daß zum Zweck der Terroristenbekämpfung auch Unschuldige hingemeuchelt werden - wie oft kommen in Filmen von Schwarzenegger, Seagal und Konsorten einfach zum Zweck der Unterhaltung Menschen ums Leben, und wie ist es in den Splatterfilmen, die hier in diesem Forum doch recht viele Anhänger finden ?

Also reduzieren wir den Film doch einfach einmal auf das wesentliche. Er klaut sich die Optik, klaut Ideen, klaut obendrein auch noch Schauspieler. All das wird aber geschickt gemacht, fängt schon beim verwaschenen Ouevre an ( da hat bestimmt so mancher seinen DVD-Player mißhandelt ) und setzt sich durchgehend auf recht hohem Niveau bis zum Ende hin fort. Sicher gibt es Lücken in der Story, aber da kann man auch darüber hinwegsehen. Am Ende bleibt zwar kein Meisterwerk, aber ein solider, kurzweiliger und recht spannender Actionthriller übrig. Und als solcher verdient er sich 8/10


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