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Jungfrau (40), männlich, sucht... (2005)

Eine Kritik von filmimperator (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 26.09.2005, seitdem 1417 Mal gelesen


Ungleich thematisch verwandt gelagerter Sex-Klamotten wie zuletzt „Deuce Bigelow: European Gigolo“ gelingt es „Jungfrau (40), männlich, sucht…“ seine beinahe schon originelle Grundidee arm an Zoten und reich an Pointen vorzutragen. Und mit Hauptdarsteller Steve Carell scheint ein neuer Stern am Komiker-Himmel aufzugehen.

Zur Story: Andy (Carell), der Angestellte eines Elektrogeschäfts ist 40, begeisterter Fahrradfahrer, glücklicher Besitzer vieler originalverpackter Actionfiguren mit hohem Sammlerwert und – noch Jungfrau. Als seine Arbeitskollegen um den versoffenen Frauenheld Dave (Paul Rudd, „Halloween 6“) bei einer Pokerrunde dahinter kommen, setzen sie alles daran, dass Andys Zeit der Abstinenz der Vergangenheit angehört. Doch alle Frauen die seine Kumpels für ihn anlachen, scheinen wie die anderen nichts im Kopf zu haben außer Sex. Bis er auf die charmante E-Bay-Verkäuferin Trish (Catherine Keener, „Being John Malkovich“) trifft…

Um eine komplexe Story geht es hier ebenso wenig wie um differenzierte Charakterzeichnung – so ziemlich jede Figur um Andy und Trish herum wirkt ähnlich stereotyp. Womit der Film jedoch punkten kann sind die Gags: die Pointen sitzen und nur vergleichsweise selten unter der Gürtellinie. Unvergesslich köstlich etwa die Szene bei der asiatischen Wachs-Brustenthaarung, wo nichts regiert bis auf höchst amüsantem Schmerz. Oder auch Andys Plumpheit bei seinen Dates. Steve Carell gelingt es dabei soviel Wärme in seine Figur zu stecken, dass man wirklich mit ihr fühlt und lacht anstatt über sie. Leider ist das Ende einmal mehr zu versöhnlich geraten und die Botschaft (ACHTUNG SPOILER:), dass Enthaltsamkeit ja doch nicht so schlimm und die inneren Werte um so wichtiger sind, stößt etwas sauer auf.

„Jungfrau (40), männlich, sucht…“ ist eine für das Genre der Romantischen Komödie originelle Gagparade geworden, die den Zuschauern mit Brüllern und Pointen geradezu bombardiert. Schade, dass auch hier wieder einmal nur das Standard-Ende zum Tragen kommt. Sonst ein manchmal zotiges, aber meist keimfreies Sex-Klamauk-Spektakel.


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