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Eko Eko Azarak: Wizard of Darkness (1995)

Eine Kritik von VAMPYR (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 15.07.2001, seitdem 1609 Mal gelesen


Eine Frau rennt ohne ersichtlichen Grund panisch um Hilfe schreiend durch eine nächtliche Großstadt.
Dunkle Gestalten in Kapuzenkutten murmeln geheime Beschwörungsformeln.
Die Frau kommt in einer dunklen Seitengasse, gelehnt an einen Bauzaun, vorerst zur Ruhe
Die Satansbeschwörer zerstören den Kopf einer Puppe.
Neben der Frau fällt eine Schraube zu Boden, sie blickt auf und erkennt als letztes einen senkrecht fallenden Stahlträger der ihr den Kopf zermatschen wird.
Im Okkultistenorden wird die Ankunft einer Zauberin verkündet.

Der nächste Morgen:
In einer japanischen Schule erklärt ein Jugendlicher seinen Mitschülern anhand eines Stadtplans, Filzstift und Büchern über Okkultismus eine merkwürdige Theorie: Er kennzeichnet fünf Orte an denen viel Blut geflossen ist (inklusive dem "Bauzaun") und verbindet sie mit Linien. Auf dem Stadtplan prangt nun eindeutig ein Pentagramm. Der Mittelpunkt, so der Jugendliche, würde einen Ort markieren, an dem ein mächtiger Zauberer erscheint dessen Ziel die Beschwörung Luzifers ist.
Just in diesem Augenblick wird eine neue Mitschülerin vorgestellt; Misa Kuroi. Ihr hängt eine dunkle Vergangenheit an, auf Schulen die sie besuchte starben alle, die mit Misa befreundet waren auf gräßliche Weise. Tatsächlich kennt sich das Mädchen instinktiv mit schwarzer Magie aus. Sie rettet einer Mitschülerin das Leben und verflucht nachweislich einen (Typ: widerwärtiger, sabbernder Grapscher) Lehrer. Als dreizehn SchülerInnen länger in der Schule bleiben müssen eskalieren die dämonischen Vorfälle. Aus der Kreide 13 an der Tafel werden schnell niedrige Ziffern, denn niemand kann das dunkle Gebäude mehr verlassen und mit jedem Toten nähert sich das Erscheinen des lichtbringenden Höllenengels.
Ein Psycho/Terror/Splatter/Horror Film der sein Thema ernst nimmt und nebenbei noch großen Spaß macht, allein durch die Detailfülle.
WIZARD OF DARKNESS, basiert auf dem Comic EKO EKO AZARAK aus den fünfziger Jahren und ist nach Meinung des Toronto Film Festival "....einer der besten Filme über Satanismus, die jemals gemacht worden sind.". Dem schließe ich mich vorbehaltlos an und rate Euch: Setzt Himmel und Hölle in Bewegung um diesen Film sehen zu können, weil ihr hoffentlich genug von Ami-Teenie-Grusel-Movies habt, die in peinlich-fröhlicher Weise den Teufel materialisieren lassen (oder große Kürbisse).
Der Nachfolger BIRTH OF THE WIZARD zeigt zwar, mit gut in Szene gesetzter Magie wiederum Misa die diesmal gegen alle kämpfen muß die sie liebt, ist aber nicht ganz so stark wie sein Vorgänger.


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