Eine Kritik von Bloodbrothers (Bewertung des Films: 6/10) eingetragen am 30.05.2002, seitdem 554 Mal gelesen
Dragon - Die Bruce Lee Story ist ein 114-minütiger Lobgesang auf eine uns allen unvergessliche Kampfsportlegende, die im besten Mannesalter in ein unerklärliches Koma fiel und schliesslich verstarb.
Schnörkellos inszeniert erzählt uns der Film die Lebensgeschichte des unvergleichlichen Bruce Lee.
Zweifellos: Der Film ist mit allen Wassern gewaschen und wartet mit allen gängigen filmischen Stilmitteln auf.
Was für diesen Film an Lee's Biographie hinzugedichtet oder weggelassen wurde, ist für den "normalen" Zuschauer sicherlich nicht mehr nachvollziehbar. Regisseur Rob Cohen vermag es in seinem Film, Mythos und Realität so miteinander zu vermischen, dass Lee (das Drehbuch basiert übrigens auf den Erinnerungen von Lees Witwe Linda) zum Übermenschen ohne Fehl und Tadel stilisiert wird.
Nichtsdestotrotz macht es Spass, sich den Film anzugucken. Langeweile kommt hierbei in keiner Sekunde auf.
Die Kampfszenen sind nicht allzu hart, sieht man doch bei keiner Szene so richtig das Blut spritzen. Trotzdem sind sie hervorragend choreografiert und gut anzusehen.
Die Videofassung von CIC ist bekanntlich ungeschnitten (im Gegensatt zur neuen DVD-Version) und wartet mit einem beachtlichen 2,1:1 Bildformat sowie einem schönen Dolby-Sourround-Ton auf. Positiv erwähnen sollte man in diesem Zusammenhang auch die Tatsache, dass CIC-Video die gelegentlich im Film auftauchenden Untertitel innerhalb des schwarzen Balkens und nicht oberhalb des Balkens verfrachtet hat. Dafür: DANKE CIC !
Fazit:
Nach Genuss dieses Films wird ein jeder zwangsläufig eingestehen müssen: Bruce Lee wird für alle Ewigkeiten der beste Kampfsportdarsteller der Filmgeschichte bleiben !