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Dragon - Die Bruce Lee Story (1993)
Eine Kritik von McClane (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 03.03.2003, seitdem 751 Mal gelesen
„Dragon – Die Bruce Lee Story“ beschreibt das Leben der Kampfsportlegende Bruce Lee – basierend auf den Buch seiner Frau Linda.
Es beginnt recht gruselig: Klein Bruce wird von einem Dämon verfolgt, der seine Seele will, was sich dann als roter Faden durch den Film zieht, wenn Bruce mit dem Biest kämpfen muss, was dann immer im übertragenen Sinne für die Hürden in seinem Leben und sein Selbstvertrauen steht. Allerdings wird dies am Anfang so komplett ohne Erklärung dieser Idee arg seltsam.
Seine Jugendjahre verbringt Bruce (Jason Scott Lee) in Hongkong und reift zu einem jungen Mann heran, während er von einem alten Meister in Kampfsport unterrichtet wird. Doch eines Tages setzt er seine Fähigkeiten gegen ein paar ungehobelte Matrosen ein und muss Hongkong Richtung USA verlassen. Da er jedoch dort geboren wurde, davor er problemlos einreisen. Der Fight gegen die Matrosen ist erste in einer Reihe von Kampfszenen, die man immer wieder in „Dragon“ findet, welche die Handlung mit Action aufpeppen.
In den USA schlägt sich Bruce zuerst als Tellerwäscher durch, ehe er Student wird und sich an der Uni in Linda (Lauren Holly) verliebt. Er heiratet sie auch trotz des Protestes ihrer Familie und eröffnet bald ein Trainingscenter, in dem auch Nicht-Asiaten von ihm unterrichtet werden. Doch dies ist nur der Anfang seiner Karriere, die auch schwere Schicksalsschläge bereithält...
Zuallererst muss ich zugeben, dass ich weder ein großer Fan noch ein Kenner Bruce Lees bin. Ich habe lediglich mal „Der Mann mit der Todeskralle“ gesehen und das ist auch meine Kenntnis seiner Filme. Dennoch hat mich „Dragon“ sehr gut unterhalten, was vielleicht auch daran liegt, dass ich kaum etwas über ihn wusste. Den Wahrheitsgehalt kann ich daher nicht beurteilen, da der Film jedoch auf der Biographie seiner Frau beruht, schätze ich diesen hoch ein. Schade nur, dass man nichts über den mysteriösen Tod Lees erfährt.
Die Handlung ist recht spannend geraten, da sie sich nur am Ende mit dem bekannten Teil von Lees Karriere, nämlich seinem Filmschaffen beschäftigt. Gerade die Beleuchtung seiner ersten Schritte in den USA und seiner Laufbahn als Kampfsportlehrer war in meinen Augen sehr wichtig und interessant. Auch ein wenig Dramatik kommt auf, wenn Regisseur Rob Cohen die Schicksalsschläge Lees betrachtet, auch wenn „Dragon“ ein reiner Unterhaltungsfilm bleibt.
Um das Interesse des Zuschauers wach zu halten und Bruces Kampfkünste zu würdigen, werden immer wieder Fights eingestreut, in denen man tolle Martial Arts geboten bekommt. Zwar muss man sich an das Geschreie Lees gewöhnen, doch die an den Kämpfen an sich kann man eigentlich nichts aussetzen. OK, man mag bei einigen Szenen den Realitätsgehalt bezweifeln, aber das war’s. Das deutsche Tape von CIC ist übrigens nicht nur ungeschitten, sondern auch im wunderschönen Kinoformat.
Jason Scott Lee hat verdammt große Ähnlichkeit mit seinem Namensvetter Bruce und erweist sich auch schauspielerisch als wunderbare Besetzung der Rolle. Auch Lauren Holly ist klasse; ich weiß aber nicht, ob sie der realen Linda ähnlich sieht. An den Leistungen der Nebendarsteller gibt es nichts zu mäkeln.
Unterhaltsame Biographie, die recht interessante Einblicke aufs das Leben einer Legende gewährt. Auch für Nichtfans Lees wie mich zu empfehlen.
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