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Revenge of the Warrior - Tom yum goong (2005)

Eine Kritik von Dr. Till (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 07.10.2006, seitdem 278 Mal gelesen


Kahm (Tony Jaa) ist zusammen mit Elefanten aufgewachsen. Nachdem ein großer Elefantenbulle erschossen wurde, wird auch noch dessen Nachkomme und das andere Elternteil entführt. Also macht sich Kahm auf den Weg nach Sydney, um den Übeltätern richtig schön aufs Maul zu hauen!

Im Vergleich zu Tony Jaas Durchbruch "Ong-Bak" mag die Geschichte ja nicht gerade eine Verschlechterung in Sachen Tiefsinnigkeit darstellen, doch tuen sich hier unglaublich viele, kleine, bescheuerte Details auf. Alleine schon das ganze Gehabe um Elefanten, was anfangs auch noch total kitschig aufgezogen wird, stößt etwas übel auf. Das Ganze ist nicht mehr als ein etwas dämlicher Versuch, dem Protagonisten mehr emotionale Tiefe einzuhauchen als in "Ong-Bak". Wenigstens wurden gegenüber der thailändischen Originalfassung die peinlichen Schleichwerbeszenen weggeschnitten.

Während die unauffällige Musik sich noch ganz gut in dem Film tut, sind die Computeranimationen einfach nur lachhaft. Ich frage mich sowieso, weshalb man Derartiges in einem altmodischen, reinrassigen Martial-Arts-Film unterbringen muss. Aber in einer Produktion, die das thailändische Kino im Ausland etablieren soll, solch stümperhafte Animationen unterzubringen, wirft doch die Frage nach dem Können Prachya Pinkaews auf, obwohl dieser ja durchaus gute Filmchen fabrizieren kann.

Sein Fachgebiet und auch das Tony Jaas ist aber nun mal gute, alte Martial-Arts-Action und das ist auch so ziemlich der einzige, gute Aspekt an diesem Film. Die zahlreichen Kämpfe sind sogar derart gut choreographiert, dass man über die eine oder andere Schwäche im Aufbau hinwegsehen kann. Tony Jaa ist wahrhaft außergewöhnlich gelenkig und vollbringt die irrwitzigsten Manöver. Zwar sind auch seine Opponenten teils nicht ohne, aber an Tony kommte keiner heran. Überhaupt fällt der Variantenreichtum der verschieden Gegner auf: Ob nun bescheuerte Skater und Blader, die auf ein Signal hin urplötzlich aus ganz Sidney zusammenkommen (vielleicht die bescheuertste Szene im Film) oder Gestalten, die direkt aus Namco-Beat 'em Ups entsprungen sein könnten; so viele verschiede Knilche sieht man nur selten in einem Film.

Die vielen Kämpfe sind die Hauptstütze des Films, die Handlung wurde quasi nur hierfür konstruiert. Desweiteren fällt die ambitionierte Filmtechnik auf, da hie und dort ein paar exquisite Kamerafahrten zu sehen sind!

"Revenge of the Warrior" kommt um einiges dämlicher daher als "Ong-Bak", hat aber dieselben Stärken: Perfekt und einfallsreich choreographierte Kämpfe. Wenn man ein dickes Fell gegenüber total hirnrissiger Stories hat, sollte man sich den Film unbedingt zu Gemüte führen.


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