Eine Kritik von Puzzlement (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 31.10.2006, seitdem 286 Mal gelesen
Ich muss gestehen...
dass ich beim goutieren von Tony Jaas neuesten Knochenknackserfilms stellenweise einen Augenorgasmus bekam.
Die Kampfchoreografie im Dialog mit der virtuosen Kameraarbeit hat mich tatsächlich wortlos in den Sessel gedrückt. Alle Achtung- zumindest, was diesen Part betrifft. Das klapprige und kindgerechte Gerüst, was sich hier Storyline nennt, vernebelt dann leider allzu oft den guten Eindruck. Elefantös ist die Geschichte trotz Anwesenheit der beeindruckenden Dickhäuter auf gar keinen Fall. Man spürt die ganze Zeit, wie die zuckersüsse Elefantenbaby-Rettungsaktion dem Film die Härte raubt. Eine ernsthafte humorfreie Geschichte mit dieser Höllenaction, das wäre angemessen gewesen.
Aber in dieser Kombination verliert sogar die geniale und atemberaubendste Kamerafahrt seit John Woos "Hard Boiled" an Fahrtwind. Es harmoniert einfach nicht- aber diesen Patzer gab es ja auch schon bei Ong Bak. Irgendwie so, als ob man in der Discothek eine scharfe Braut sieht, diese mit nach Hause schleppt und beim Aufwachen den Wonderbra und die Tarnungs-Knackarschhose auf dem Boden liegen sieht. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem, und die Action war geil!
Vielleicht serviert uns Tony ja(a) beim nächsten Happening noch eine bitterböse Geschichte zum Hauptgang ( kein entführter Wackeldackel oder ähnliches) - in Symbiose mit den Knochenbrechersequenzen der First Class wäre das unschlagbar... alle guten Dinge sind drei und die Hoffnung stirbt zuletzt.