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Chain Reaction (2006)

Eine Kritik von Graveworm (Bewertung des Films: 6/10)
eingetragen am 01.05.2007, seitdem 365 Mal gelesen


Ewig musste der Horrorfan auf eine vollständige Version von Olaf Ittenbachs „Chain Reaction“ warten. Doch das Warten hat sich leider nur teilweise gelohnt.

Dr. Madsen gerät durch einen Unfall mit einem Gefängnistransport, der durch eine Kettenreaktion ausgelöst wurde, in die Gewalt von vier Häftlingen, die ihn als Geisel nehmen. Auf der Flucht entdecken sie eine alte Hütte, wo sie auf Einwohner treffen, die aus dem Mittelalter stammen könnten.
Obwohl sie aufgefordert werden zu gehen, tun sie dies natürlich nicht und machen schon bald Bekanntschaft mit dem Tod. Nur der Doc kann fliehen und läuft der Polizei in die Arme, die ihm nicht wirklich glaubt und ihn daraufhin selbst einlocht.
Schon bald findet er sich selbst im Gefängnistransporter wieder, als erneut eine Kettenreaktion einen Unfall auslöst. Wieder einmal als Geisel unterwegs kommet ihm schon bald einiges ziemlich bekannt vor…

Eins vorweg, produktionstechnisch wurden die Hausaufgaben gemacht. Sehr geil sind die Kamerafahrten geworden. Vor allem die Luftaufnahmen am Anfang gefallen mir sehr gut und sind richtig professionell. Beim Auftakt stimmt sowieso alles. Die Naturlocations sind sehr gut gewählt und gut ausgeleuchtet. Die Schauspieler sind für die Art Film voll in Ordnung und auch die Musik passt. Doch dann kommt der erste Schock. Spätestens als die Hütte betreten wird merkt man dem Film sein schmales Budget an. Vor allem die Bewohner kommen ziemlich billig daher. Die gerade aufgebaute Atmosphäre platzt wie eine Seifenblase.
Nach einer halben Ewigkeit darf dann auch gesplattert werden. Die Splattererwartungen der Gorefreaks können aber bei Weitem nicht erfüllen werden. Viel zu oft wird weggeblendet oder ähnliches. Trotzdem kommt auch hier der Holzhammer noch gut zum Einsatz, aber man erwartet hier schon etwas mehr; zumal die Blutorgien schon einen Bart von hier bis Bagdad haben. Etwas mehr Einfallsreichtum wäre ganz nett gewesen. Gleiches gilt für die Möchtergernvampire, die nicht nur in Sachen Soundeffekt denen aus „From Dusk Till Dawn“ ähneln.
Der nächste Kritikpunkt bezieht sich dann auf die Handlung. Der Film braucht zu lange um in Fahrt zu kommen und die Kreislaufgeschichte will nicht wirklich zünden. Zu viele Fragen bleiben offen und man schnallt gar nicht was das alles soll.
Wie schon erwähnt sind die Schauspieler ganz OK. Die meisten kennen Fans sowieso aus vergangenen Ittenbach Filmen und wissen was einen da erwartet.

Es bleibt ein brauchbares Filmchen. Als Splatterfilm gibt’s zu wenig Splatter und als Horrorfilm zu wenig Handlung. Trotzdem macht der Film noch Spass und kann Fans durchaus empfohlen werden.


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