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Last Boy Scout - Das Ziel ist Überleben (1991)

Eine Kritik von Kane McCool (Bewertung des Films: 9/10)
eingetragen am 06.10.2004, seitdem 433 Mal gelesen


"Last Boy Scout" ist neben "True Romance" eindeutig der beste Film von Ridley Scotts Bruder Tony Scott (Mann unter Feuer). Der Streifen hätte mit ein paar Namens- und Detailänderungen auch gut als "Stirb langsam"-Fortsetzung durchgehen können. An der Story erkennt man, dass Shane Black am Drehbuch gearbeitet hat, der bereits die Skripts zu den "Lethal Weapon"-Streifen verfasste.

Ex-Bodyguard Joe Hallenbeck (Bruce Willis) ist müde und kaputt. Seit er gefeuert wurde verdient er sich nun sein täglich Brot als Privatschnüffler, wobei er feststellen muss, dass sein Partner ihn mit seiner Frau betrügt und seine Tochter ihn hasst. Dennoch nimmt Joe von seinem Partner einen Job an, kurz bevor dieser in einem Auto in die Luft gesprengt wird. Der Job besteht darin, die Stripperin Cory (Halle Berry) zu beschützen. Bei dem ersten Treffen mit Cory lernt Joe auch prompt deren Freund, den Ex-Footballspieler Jimmy Dix (Damon Wayans) kennen. Kurz darauf wird Cory von einigen Profi-Killern getötet. Nun versuchen Joe und Jimmy gemeinsam der Sache auf den Grund zu gehen, um zu erfahren, warum Cory sterben musste. Dabei stellt sich heraus, dass die Football-Mafia von Los Angeles ein Attentat auf Senator Baynard (Chelcie Ross), Joes ehemaliger Arbeitsgeber, plant. Hallenbeck und Dix setzten jetzt alles daran, diesen Plan zu durchkreuzen...

In diesem Film ist Bruce Willis (Stirb langsam) wieder einmal in seinem Element und spielt die Rolle des heruntergekommenen Detectives in bester John McClane-Manier. Dadurch wird er prima von Damon Wayans (Auf Kriegsfuss mit Major Payne) ergänzt. Beide ergeben ein tolles Team a'la Riggs & Murtaugh. In Nebenrollen glänzen noch Halle Berry (007 - Stirb an einem anderen Tag) und Halloween-Heulsuse Danielle Harris (Düstere Legenden), die Joe Hellenbecks Tochter spielt.

Die Action in "Last Boy Scout" ist beinhart und bietet u.a. blutige Kopfschüsse, ins Gehirn gerammte Nasenbeine, brennende Menschen und einen ebenfalls ziemlich blutigen Tod in einem Helikopter-Rotor. Der Film ist noch spannender als "Stirb langsam" und zeichnet sich durch den schmutzigen Flair der 80er Jahre aus, obwohl der Film selber 1991 entstanden ist. Gewürzt wird die spannende Story noch durch trockene Sprüche, die es in sich haben. Dadurch entsteht dann auch ein großes Potential an Humor, der jedoch nicht zu übertrieben wirkt.

Alles in allem also ein brillanter Action-Knaller, der sogar noch heutige Action-Streifen topt.

"Mehr als das!"


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