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Zwielicht (1996)

Eine Kritik von Agent_Schmecker (Bewertung des Films: 7/10)
eingetragen am 13.08.2006, seitdem 628 Mal gelesen


"Primal Fear" ist endlich wieder ein gerichtslastiger Film, dem ich
einiges abgewinnen kann. Der Film beschreibt einen Prozess, in dem es
um einen Mord am allseitsbeliebten Bischof durchgeführt wurde.
Erwähnenswert sind hier ersteinmal die sehr schönen und weniger schönen
Aufnahmen der Stadt Chicago. Während viele Filme die großen bekannten
und glamouröseren Städte als Setting wählen, sucht sich Gregory Hoblit
eine Stadt, die immer etwas hinter den wichtigen Städten wie New York
oder Washington City zurück stecken musste. Aber ich denke für
Kriminalfälle kommt diese Stadt mindestens genau so gut in Frage wie
eine der eben genannten. Jetzt aber zum Film. Da dieser Film einer der
sogenannten Charakterfilme ist und so viel über die Personen zum
Vorschein kommt war es sicherlich kein Einfaches für die Schauspieler,
diese Informationen dem Zuschauer zu präsentieren. Aber alle
Schauspieler machen einen wunderbaren Job. Ob es nun Richard Gere (Von
dem ich sehr viel halte, auch wenn er in vielen Filmen mitgespielt hat,
die mich nicht überzeugten) ist, der einen Verteidigungsanwalt für sehr
schwierige Delikte mimt, oder Edward Norton, der seinerseits den
vermutlichen Mörder spielt. Selbst Nebencharaktere sind mit guten
Schauspielern besetzt, welche ebenfalls einen makellosen Auftritt
haben. Durch ihre guten Darstellungen gelingt es dem Film den Zuschauer
bei Laune zu halten. Dazu trägt auch die sehr gute Geschichte bei.
Diese ist voll mit Wendungen und interessanten Informationen über die
verschiedenen Akteure. Der Zuschauer ist immer im Bilde und wird nie
allein gelassen wenn sich neue Beweise oder Hinweise finden. So lässt
der Film allerdings auch wenig Freiraum für eigene Interpretationen.
Zwar kann man sich eine eigene Meinung über den Mörder bilden, aber
Tathergang und Verdächtige sind schon von vorn herein festgesetzt und
hier ändert sich wenig. Um so überraschender ist dann das recht
unvorhersehbare Ende, welches im Kontrast zu dem restlichen Film steht.
Ich persönlich war schon ein wenig irritiert als es dem Abspann zuging.
Vorallem wenn man sich zu sehr auf die Beweise die schon gefunden wurde
verlässt wird man am Ende seine im Voraus gebildete Geschichte wohl
oder übel verändern müssen um mit der Filmstory übereinzustimmen.

Ohne
Makel geht der Film an mir aber nicht vorüber. So empfinde ich die
Beziehungsszenen zwischen Richard Gere und Laura Linney als etwas zu
übertrieben. Zwar ist diese Beziehung wichtig für den Film, aber sie
wird etwas zu häufig vorgetragen. Vorallem da sich innerhalb dieses
Geflechts nicht wirklich etwas ändert. Etwas zu häufig wird man durch
die sentimentalen Versuche aus der spannenden Geschichte gerissen und
wartet in dieser Zeit wieder auf die wichtigen Szenen.

Guter
Gerichtsfilm in dem vorallem die Charaktere und deren Besetzung passen.
Leider wird die Beziehung zwischen den Personen manchmal etwas
überhäufig dargestellt. Für Fans, die ein gutes Drama suchen zu
empfehlen.

Fazit:
+Geniale Schauspieler
+Wendungsreiche Story
+Überraschendes Ende

-Langatmiger Liebesteil

GESAMT: 7/10


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