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Syriana (2005)

Eine Kritik von Rexlouis (Bewertung des Films: 3/10)
eingetragen am 28.02.2006, seitdem 648 Mal gelesen


Sind wir mal kurz ganz ehrlich:
Um diesen Film auch nur annähernd zu verstehen, benötigt man 14 Semester Nah-Östliche Politik als Hauptstudium.
Sicher - es gibt immer wieder irgendwelche Intellekti-Pseudos, die mit dem Anspruch des vollkommenen Durchblicks andere Menschen vor den Kopf stoßen...
Doch was dieser Film an Handlung zu bieten hat, ist für den normalen Zuschauer einfach zu viel.

Die schauspielerischen Leistungen stechen nicht gerade hervor. Der ganze Film scheint aus vielen zwar talentierten Nebendarstellern zu bestehen, weißt aber keinen einzigen Hauptdarsteller aus - das ist aber auch nicht unbedingt negativ zu kritisieren, sondern kann als gelungene Idee zur Verallgemeinerung und Despezifizierung der gesamten Handlungssituation verstanden werden...
Nun ja... "Handlungssituation"...

George Clooney spielt gut, allerdings nicht unbedingt besser als in anderen vorhergegenganen Streifen. Der OSCAR für ihn wäre nicht zwingend angemessen.

Auch kann man nicht die dauernde Untertitelisierung vieler Szenen schlecht machen - solange man die Richtige Botschaft untertitelt, spielt es für mich keine Rolle...

Als wirklich unangenehm empfinde ich, dass SYRIANA praktisch als Dogmafilm angelegt ist; ich konnte keine Steady-Cam ausmachen-... auf Deutsch: Der Film ist einzig und allein mit Handkameras gedreht.
Natürlich kann man das als Stilisierung ansehen - nur leider bin ich absolut kein Fan von dauernd wackelnden Bildern...das ist allerdings meine perönliche Meinung...

Fazit:
SCHWER.
Wäre wesentlich leichter, wenn der Film nicht so unglaublich verwirrend wäre...
Okay, Hollywood liebt politische Filme.
Doch ist es wirklich nötig, ein brisantes Thema bis zur Unkenntlichkeit zu verschachteln?
Und diese Verschachtelung auch noch mit Handkameras auszuführen?? Brrrrrr.....

Die wenigen OSCAR-Nominierungen sind verständlich - genauso wie der Beifall auf der Berlinale (Anmerkung: Def. "Berlinale": Ein Haufen Kritiker, die seit Jahrzehnten ihren extrem dürftigen Geschmack und ihren unbedingten Willen nach weltweiten Autorenkino offen zur Schau tragen).

Ich denke, 3/10 für eine erratene Handlung.


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