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Syriana (2005)
Eine Kritik von Justact (Bewertung des Films: 7/10) eingetragen am 12.08.2006, seitdem 354 Mal gelesen
Syriana
Was bedeudet Syriana?
(der Begriff beschreibt im amerikanischen Politjargon einen, natürlich nach westlichen Vorstellungen, umstrukturierten Nahen Osten) (Quelle taz)
In einem Interview auf der DVD erklärt George Clooney dass der Film fast A - politisch sei.
Naja ein Film in dem es um viel Geld, Öl und Machenschaften geht ist nicht politikfrei.
In dem Film geht es um die Identität der Amerikaner, die sich sehr über das Öl definieren, politisch sowie wirtschaftlich.
Darum fiel es mir auch schwer sich in den Film hineinzuversetzen, allerdings Öl wird überall gebraucht, wenn der Ölpreis in den USA steigt betrifft es die ganze Welt, so wiederum betrifft es jeden hier in Deutschland.
Und das Rad dreht sich ...
Als später das Wort dokumentarisch fiel fand ich das schon viel besser. Im Grunde ist der Film ein Bericht, eine Kamera die bei verschiedenen Ereignissen rund um den nahen Osten dabei ist. Auch wenn es so erscheint, dass alle unabhängig voneinander ihren Weg gehen, so bringt doch jeder Schritt den Menschen in den Positionen, wie sie die Schauspieler hier ausüben, Veränderung in der Welt.
Einen solchen Film dreht man nicht, weil man über etwas berichten möchte. Wie auch in den Interviews zugegeben, will man die Menschen, den Kinozuschauer zum Nachdenken anregen, es ist ein wichtiges Thema unserer Zeit, da die Geschichte auch teilweise im Libanon, die berühmte Hisbollah treibt hier ihre Machenschaften, spielt aktueller denn je ist.
Und nach diesen Maßstäben ist mir persönlich der Film zu distanziert, er stellt sich auf keine Seite und trotzdem verurteilt er alles gezeigte, bietet aber keine Idee für eine Lösung. Es bleiben nur die Bilder und ihre folgen für den Zuschauer. Mit dem Hinweis dass alles frei erfunden ist (aus rechtlichen Gründen) macht es den Film weniger interessant. So bleibt nur für interessierte zu spekulieren ob es Gegenwart, Zukunft oder einfach nur ein Film ist.
Bob Barnes, CIA - Agent verliert bei einer Mission eine US - Rakete, die nun in den Händen von Terroristen ist.
Die Chinesen drängen auf den Weltmarkt, keine Nation wächst so schnell und ist dabei so gefährlich für das westliche Bild von der Welt. Doch den Zuschlag für die größten unerschlossenen Ölfelder in Kasachstan hat eine kleine Firma namens Killin erhalten, die schon bald darauf mit Oilex fusionieren möchte.
Bryan Woodman, ein Analyst einer kleinen schweizer Firma wird zu Prinz Nassir eingeladen. Eines seiner Kinder ertrinkt im Pool. Der Prinz bietet der kleinen Firma eine Chance zu wachsen, Woodman glaubt aus Scham für das ertrunkene Kind und so beeindruckt er den Prinzen in einer Kritikrede und wird prompt zum persönlichen Berater.
Im Königshaus kündigt sich ein Wechsel an, der Vater der beiden Söhne tritt immer mehr in den Hintergrund. Prinz Nassir, der erstgeborene möchte eine Repuplik nach Demokratischen Maßstäben aufbauen, in der z. B. auch Frauen wählen dürfen. Doch es gibt viele die glauben die Nachfolge beeinflussen zu können.
Zwei jugendliche Araber bekamen Pommes Frites in der Moschee. Auch Lamm gab es dort, während des Essens belehrt sie jemand über den Koran, bzw. über die Islamischen Werte.
Das sind die Handlungstränge, welche so nebenher laufen und bis zum End ein Bild ergeben.
Trotz der Kritik meinerseits ist der Film atmosphärisch, musikalisch sehr gut in Szene gesetzt. Es ist der richtige Weg, fernab von Probagandafernsehen die Themen der Welt für die Allgemeinheit zugänglich zu machen. Auch wenn es Hollywood ist.
Fazit:
Ohne Emotionale Beteiligung, zeigt der Film aus Sicht aller den Weg, welchen sie beschreiten. Es bleibt dem Zuschauer völlig überlassen wie er die gesehenen Bilder bewertet.
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