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Rosarote Panther, Der (2006)

Eine Kritik von CineKie (Bewertung des Films: 5/10)
eingetragen am 05.07.2006, seitdem 268 Mal gelesen


Wer erinnert sich nicht an den legendären Peter Sellers in seiner Paraderolle als Insp. Jacques Clouseau: Seine Darstellung des trotteligen, jedoch mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein, manch einer mag auch sagen Überheblichkeit, ausgestatten Polizisten, weiß auch heute noch uneingeschränkt zu begeistern und gilt als Klassiker der Filmgeschichte.

Diese Ehre dürfte Steve Martin nicht zuteil werden, denn auch wenn seine Interpretation nicht der befürchtete Totalausfall ist, so bleibt nicht viel mehr übrig, als eine mal mehr mal weniger lustige Nummernrevue. Aber der Reihe nach:

Der Fußballtrainer Yves Gluant wird während eines Spiels ermordet und der sich an seinem Finger befindliche Ring „Der Rosarote Panther“ gestohlen. Um den Fall heimlich lösen zu können und so den Ruhm zu kassieren, setzt Chief Insp. Dreyfus (Kevin Kline) seinen schlechtesten Mann auf den Fall an: Insp. Jacques Clouseau (Steve Martin). Der macht sich gemeinsam mit seinem ihm zur Seite gestellten Assistenten Ponton (Jean Reno) sofort ans Werk und lässt dabei natürlich nicht das kleinste Missgeschick aus...

Ein wenig erinnert „Der Rosarote Panther“ an die alten Nackte Kanone-Filme, ohne jedoch jemals deren Klasse zu erreichen: Steve Martin stolpert von einem Missgeschick ins nächste und schafft es natürlich, den Fall irgendwie zu lösen. Für sich alleine gestellt weiß der Film, so man keine zu hohen Ansprüche stellt und seichtem Humor gegenüber nicht abgeneigt ist, durchaus zu unterhalten, nur leider trägt der Film die große Bürde, sich mit dem Original von Blake Edwards messen zu müssen – und dabei versagt er auf ganzer Linie.

Sellers Clouseau war vielleicht ein wenig trottelig und litt an einem gehörigen Maß an Selbstüberschätzung, aber er bewahrte sich immer seine Würde. Martins Clouseau hingegen ist ein Trottel wie er im Buche steht, ein Polizist, mit dem man ob seiner Art schon beinahe Mitleid hat – und das hat dieser Charakter nicht verdient.

Was bleibt, sind aneinandergereihte Witze, von denen einige viel zu lange zelebriert werden und dadurch bereits wieder an Komik einbüßen, sowie durchaus akzeptable Schauspieler, die den Film allerdings auch nicht über das Mittelmaß hinaus retten können.


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