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Rosarote Panther, Der (2006)
Eine Kritik von alpha&omega (Bewertung des Films: 5/10) eingetragen am 22.09.2006, seitdem 292 Mal gelesen
Paulchen Panther ist wieder unterwegs...
In der Neuauflage des „Rosaroten Panthers“ wird der geniale Peter Sellers durch Steve Martin ersetzt. Die Frage ob Martin, Sellers das Wasser reichen kann, stellte sich mir von vornherein nicht, da Sellers einfach nicht zu ersetzen ist. Vielmehr war ich gespannt auf die Interpretation Martins von unserem liebgewonnenen Inspecteur Clouseau !
Doch zunächst zur Story:
Der Fußballtrainer der équipe tricolore wird im Stadion umgebracht. Das ist ja schon ein dickes Ding, aber zusätzlich war er im Besitz eines famosen Edelsteins, ja richtig geraten- dem rosaroten Panther, der natürlich auch futsch ist...
Der Oberinspektor Dreyfus, der schon seit einer halben Ewigkeit seine Chance wittert eine Ehrenauszeichnung der Regierung zu bekommen, will den Fall lösen. Um sich in einem besseren Licht zu präsentieren, setzt er unseren schusseligen Clouseau als erstes auf diesen Fall an, mit der Gewissheit, dass dieser gnadenlos scheitern wird und er dann den Fall glorreich löst! Ob Dreyfus Plan aufgeht ???
Die Story kommt uns bekannt vor. Stilistisch kann man also auf die Vorgänger deutliche Rückschlüsse ziehen. Das ist gut, denn Tradition verpflichtet.
Von der Schauspielerwahl ist Martin in der Rolle des Clouseaus optisch ganz gut getroffen, er kommt jedoch nicht an Sellers Charme heran, obwohl er viel von ihm zu kopieren versucht. Ein Stück mehr Eigenanteil wäre vielleicht für unseren neuen Clouseau besser gewesen.
Jean Reno, der die Rolle des asiatischen Dieners in dieser Neuadaption übernimmt, überzeugt in einer passablen Art und Weise...Chow- Yun Fat hätte mich aber noch mehr überzeugt!
Zu guter letzt möchte ich auf den Spaßfaktor zu sprechen kommen. Der hält sich gemessen am Original deutlich in Grenzen! Es gibt auf jeden Fall ein paar Lacher, doch Zwerchfellschmerzen bekommt man nicht wirklich. Hierfür muss wohl hauptsächlich Steve Martin den Kopf hinhalten, denn er klammert sich zu zwanghaft an Sellers Rolleninterpretation, was dem Zuschauer auffällt. Kevin Kline, in der Rolle des Dreyfus, ist auch nicht der Brüller! Viel zu sehr erinnern wir uns an den genialen Herbert Lom, der cholerisch und wahnsinnig versuchte unseren sympathischen Clouseau fertig zu machen. Kline bekommt das überhaupt nicht hin und das enttäuscht.
Die anderen Darsteller haben eher einen Statisten Anteil, speziell Beyoncé Knowles überzeugt eher optisch und musikalisch, wers mag, als durch komödiantisches Talent.
Fazit:
Paulchen Panther ist depressiv geworden. Er vermisst Peter Sellers und bereut es, dass er so offen war für eine Neuadaption. Da können auch nicht die paar Lacher überzeugen.
So bleibt „The Pink Panther“ ein gut gemeinter Versuch, der zu sehr an alten Strukturen dieser genialen Filmreihe verhaftet bleibt. Mut zu mehr Eigenanteil wäre meines Erachtens der Schlüssel gewesen, aber ohne die Vorgänger ganz auszublenden!
4,5 von 10 Punkten
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